Vielleicht bin ich ja ein wenig zu sehr aufgeregt, dass nach Wolverine endlich ein neuer X-Men Film in die Kinos kommt. Und für die Kritiker: Ich weiß, dass die Comics viel besser sind, dass es blöd ist, dass die Charaktere ständig in Teenies verwandelt werden und dass Verfilmungen sowieso immer enttäuschen, aber es sind die X-MEN!

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Das Prequel der ersten drei Filme spielt in den 60er Jahren und behandelt nicht nur die Ursprünge von Magneto und Xavier, sondern auch ihre einstige Freundschaft und den Grund ihres Zerwürfnisses.
Die Antagonisten sind dieses Mal die Mitglieder des Hellfire Clubs, eine Art geheime Organisation von reichen und vor allem einflussreichen Individuen, die das Weltgeschehen kontrollieren.
James McAvoy ist wunderbar als Magneto gecastet, der Schauspieler aus The Last King of Scottland hat schon des Öfteren sein Talent bewiesen. Michael Fassbender ist nach Tarantinos Inglorious Basterds eine relativ offensichtliche Wahl als Magneto, immerhin kennt Hollywood nicht allzu viele deutsche Schauspieler.
Ein echter Knaller könnte Kevin Bacon als Bösewicht und Anführer des Hellfire Clubs Sebastian Shaw sein, January “Betty Draper” Jones als Emma Frost ist ebenfalls eine ideale Wahl, man darf sich wegen des Casts also schon mal keine Sorgen machen.

Weitere Mutanten, die definitiv eine Rolle spielen werden sind Beast, Mystique, Angel Salvador, Banshee, Havok und Azael, Nightcrawlers Vater, gespielt von Jason Flemyng.

Wie bei vielen Großprojekten, die jahrelang in Planung sind, hat es auch bei X-Men: First Class eine beachtliche Reihe an Personalwechsel gegeben, vor allem das Drehbuch wurde etliche Male weiter gereicht und umgeschrieben, eine auf X-Men Origins: Magneto angeglichene Version von Bryan Singer wurde leider wieder gestrichen, schade, Continuity während einer Filmserie ist eigentlich immer eine gute Sache. Geht man davon aus, dass der Film bereits seit 5 Jahren in Planung ist, kann man jedoch froh sein, dass es überhaupt etwas geworden ist, selbst wenn eine Actionszene mit sich drehenden Räumen dank Inception schnell wieder gestrichen wurde, aus Angst, als Nachmacher beschimpft zu werden.

Regie: Matthew Vaughn
Drehbuch: Jane Goldman, Ashley Miller, Zack Stentz, Jamie Moss, Bryan Singer (Story)
Darsteller: James McAvoy, Michael Fassbender, Kevin Bacon, January Jones
Musik: Henry Pryca Jackman