Es war nur eine Frage der Zeit, dass Filmemacher bei all den Vampiren im Business darauf kommen könnten, eine andere Grusellegende hervor zu beschwören.

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Wir schreiben das Jahr 1880, Lawrence Talbot (Benicio del Toro) kehrt nach Jahren zu seinem Vater (Anthony Hopkins) nach hause zurück, nachdem sein Bruder als vermisst gemeldet wurde. Immer noch vom Verlust seiner Mutter in Kindheitstagen gepeinigt, macht sich Lawrence zusammen mit der Verlobten (Emily Blunt) seines Bruders auf die Suche und erfährt nach und nach, dass ein merkwürdiges Wesen die Dorfbewohner in Angst und Schrecken versetzt. Einzig Inspektor Aberline (Hugo Weaving) scheint mehr zu wissen, als er vorgibt.
Die Story hält sich eng am Original und wenn man von den Darstellern ausgeht, kann der Film nur ein Hit werden, hat Anthony Hopkins doch seit Jahren keinen wirklich schlechten Film mehr gedreht. Die Ausstattung und Kolorierung des Filmes ist ähnlich der meisten Horrorfilme, die im 19. Jahrhundert spielen, düstere Blautöne für die Außenlandschaften, vergilbte Brauntöne für die Innenaufnahmen.
Nach dem ersten Screening wurde der Film erneut zum Schneiden gebracht, da Regisseur Joe Jonston nicht ganz zufrieden damit war, so lange so eine Entscheidung vom Regisseur und nicht vom Testpublikum ausgeht, ist es jedoch meistens ein gutes Zeichen.

Jonston hat im Laufe der Jahre an derartig vielen Klassikern der Abenteuerfilmgeschichte mitgewirkt (u.A. “Indianer Jones und der Tempel des Todes”, “Die Rückkehr der Jedi-Ritter” und “Hidalgo”), dass man sicher davon ausgehen kann, dass “Wolfman” kein Reinfall wird und selbst Fans des klassischen Werwolfs überzeugen wird.
Ab dem 11.2.2010 kann man sich mit Eisenpatronen gewappnet ins Kino aufmachen.

Regie: Joe Jonston
Drehbuch: David Self, Andrew Kevin Walker
Darsteller: Anthony Hopkins, Benicio del Toro, Hugo Weaving, Emily Blunt
Musik: Paul Haslinger