Es ist ja schön, dass es wieder Komödien gibt, die nicht für das gesamte Familienvergnügen ausgebügelt wurden, sondern etwas derber sein dürfen. Schade, dass man so wenig daraus macht.

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Mitch (Ryan Reynolds) und Dave (Jason Bateman) waren die besten Freunde als Kinder, doch während Mitch quasi immer noch nicht erwachsen geworden ist und sein Leben mit Alkohol und Frauen bestreitet, ist Dave ein umsorgender Familienvater, der vor lauter Stress keine freie Minute mehr hat. Beide beneiden sich für das, was sie haben, nach einer betrunkenen Nacht sollen sie das bekommen, was sie sich wünschen. Am nächsten Morgen wachen sie im Körper des jeweils anderen auf.

Die berühmte Body-Swap Komödie ist einfach nicht tot zu kriegen und das, obwohl es kaum Versionen gibt, die halbwegs ertragbar sind. “Wie ausgewechselt” gehört definitiv nicht zu den Klassikern, denn auch wenn es vielleicht eine Abwechslung ist, Bateman und Reynolds in Rollen zu sehen, die man eher selten von ihnen zu sehen bekommt, ist das Ende schon klar, lange bevor der Film überhaupt los gegangen ist, sind die Witze mehr oder weniger albern und derb, ohne dabei frisch zu sein und ist die Story einfach nicht originell genug verarbeitet worden, um sich wirklich überraschen zu lassen.

Danken kann man dafür wohl den Drehbuchschreibern Jon Lucas und Scott Moore, die auch für “The Hangover”, aber auch für den direkten Klon “The Hangover II” verantwortlich waren und anscheinend realisiert haben, dass es reicht, ein und dieselben Gags immer und immer wieder zu wiederholen, um genug Leute ins Kino zu locken.

Vor allem, weil die Erwachsenen-Komödien in letzter Zeit doch etwas besser waren (allen voran “The Hangover” und “Brautalarm”), enttäuscht “Wie ausgewechselt”. Von Ryan Reynolds ist man nichts anderes gewohnt, bei Jason Bateman muss man sich allerdings Sorgen machen, was er derzeit mit seinem durch “Arrested Development” aufgebauten Kultstatus anrichtet.

Ab dem 13.10.2011 im Kino.

Regie: David Dobkin
Drehbuch: Jon Lucas, Scott Moore
Darsteller: Ryan Reynolds, Jason Bateman, Leslie Mann, Olivia Wilde
Musik:  John Debney