Woody Allen ist zurück und versucht uns mit einer romantischen Komödie daran zu erinnern, dass er der König der neurotischen Drehbücher ist.

[youtube 7vvDhtfil3U]
Boris Yelnikoff hat Probleme. Er kann keine Menschen leiden, hat viel zu viele Macken und meint, alles zu wissen. Schade nur, dass niemand sonst daran glaubt. Als das soweit geht, dass er einen Selbstmordversuch begeht, der missglückt und darauf hin jeden Menschen in seiner Umgebung aufgrund ihres mangelnden Intellekts nieder macht, reicht es seinen Freunden und seiner Frau.
Völlig isoliert findet er eines Tages die 21-jährige Melodie vor seiner Tür liegend, die es dann doch irgendwie schafft, Boris’ Weltsicht ins Wanken zu bringen.
Larry David dürfte hierzulande nicht sehr bekannt sein, aber sein Werk kennt jeder. Zusammen mit Jerry Seinfeld war er nämlich Drehbuchschreiber der Kultserie.
Danach spielte er im bitterbösen “Lass es Larry!” quasi sich selbst, mit all seinen widerlichen Neurosen und Meinungen.
Da eignet er sich natürlich hervorragend als Hauptfigur im neuen Woody Allen Film.
Die Dialoge sind selbstverständlich fantastisch, ebenso die schauspielerischen Leistungen. Sowieso ist der Film locker und leicht, so dass er fast wieder den Sommer herauf beschwört.
Dass der Film von Allen in den 70ern geschrieben wurde, merkt man ihm hie und da an und auch Melodies Rolle ist immer mal wieder ein bisschen sehr stereotypisch, aber eine Zusammenarbeit von Allen und David ist wie ein King Kong vs. Godzilla der Neurosen und deshalb fast schon historisch.
Bei uns läuft der Spaß am 3.12. an, genau richtig also, um sich für Weihnachten ein paar neue Ticks zuzulegen.