Wer sich immer schon einmal überlegt hat, wie Sandra Bullock in blond aussieht, kann sich jetzt all seine Wünsche mit ihrer neuen Komödie erfüllen. Ob es wirklich witzig wird, ist jedoch eine andere Frage.

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Mary (Sandra Bullock) ist brillant – und merkwürdig. Als Redakteurin der Kreuzworträtsel einer großen Zeitung ist sie zwar beruflich erfolgreich, aber ihr photografisches Gedächtnis und eine allgemeine Unsicherheit mit anderen Menschen machen ihr Liebesleben zu einer wenig amüsanten Sache. Als ihr Kollege Hartman (Thomas Hayden Church) ihr den Kameramann Steve (Bradley Cooper) als Blind Date unterschiebt, verliebt sie sich hoffnungslos in den jungen Mann, was leider nicht auf Gegenliebe stößt.
Wer sich gerne die Zeit mit Filmen vertreibt, die für die berühmte goldene Himbeere nominiert wurden, der hat mit “Verrückt nach Steve” den Jackpot bekommen. Es mag an den blonden Haaren liegen, aber selbst Sandra Bullock kann die Komödie kaum noch vor ihren Sturz ins unterste Niveau bewahren. Sicher, für Sandra Fans wird es ein Spaß, egal wie die Story letzten Endes ausgeht, alle anderen sollten lieber einen Bogen um “Verrückt nach Steve” machen.
Marys Charakter ist weder glaubwürdig, noch überzogen genug, um wirklich witzig zu sein, während alle anderen Rollen so wirken, als wären sie lediglich Beiwerk zu Sandra Bullock. Leider weiß man nie, ob man Mary nun mögen soll oder nicht, so dass es schwierig ist, Sympathien auf zu bauen, um den Film als eine romantische Komödie zu genießen, oder um Antipathien zu entwickeln, um sich wirklich über sie zu amüsieren.
So plätschert die Komödie mit einigen guten und sehr vielen schlechten Gags vor sich hin, ohne wirklich Eindruck zu hinterlassen, was bleibt ist das Bedauern, Frau Bullock für so etwas verschwendet zu haben.
Wer es trotzdem wagen will, kann sich ab dem 29.4.2010 ins Kino begeben.

Regie: Phil Traill
Drehbuch: Kim Barker
Darsteller: Sandra Bullock, Thomas Hayden Church, Bradley Cooper
Musik: Christophe Beck