Oft ist es so, dass man im Kino einen Trailer sieht und so beeindruckt ist von den Szenen, dass man unbedingt in den Kinofilm gehen möchte. Dann stellt sich heraus, dass der Film nur diese spannenden Momente hatte und nicht mehr bieten kann. Oder man sieht einen Trailer und weiß schon vor dem Film, wie er enden wird. Verraten Kinotrailer etwa zu viel vom eigentlichen Film?

Sinn eines Trailers

Natürlich soll ein Trailer für den Hauptfilm werben, was bedeutet, dass gute Musik eingesetzt werden muss und selbstverständlich auch eine Szene gezeigt werden sollte, die Lust auf mehr macht. Eine Szene, die zu Beginn des Films spielt und nicht viel aussagen kann, wäre dagegen ungeeignet. Außerdem ist es sinnvoll die Hauptdarsteller zu zeigen, damit der potenzielle Kunde weiß, wofür er das Eintrittsgeld bezahlt.

Was bei vielen Trailern inzwischen falsch läuft Weil viele Filmgesellschaften und Unternehmen aus reiner Profitgier Angst um den großen Gewinn haben, werden die besten Szenen des Films herausgerissen, zusammengeschnitten und “Trailer” genannt. Das führt dann dazu, dass man von einem Trailer für einen Actionfilm extrem beeindruckt ist, den Kinofilm sieht und keine spannenderen Spielszenen zu sehen bekommt. Auch bei Komödien werden die lustigsten Ausschnitte gewählt und im Film kennt man den Gag entweder schon oder der Rest ist nicht zum Lachen. Noch schlimmer wird es, wenn der Wendepunkt eines Films für diesen werben soll. Wenn zum Beispiel ein Film gedreht wird, bei dem man zu Beginn etwas verwirrt ist, was aber vom Regisseur durchaus geplant ist. Erst mit der Drehbuchhandlung versteht man den Film und damit seinen Wendepunkt. Wird dieser nun im Trailer vorweggenommen, ist der Film nicht mehr sehenswert.

Die Lösung für das Problem wäre, weniger an Geld als viel mehr an den Film zu denken. Interesse soll mit einem Trailer geweckt werden und der Film nicht in spannenden Szenen nacherzählt werden. Wir dies erkannt, kann auch ein sehr guter Trailer entstehen.