Nach “Buffy” gab es nur noch Horrorfilme mit Sarah Michelle Gellar, die aber eigentlich noch viel mehr kann, als schön zu schreien. Das beweist sie in ihrem neuen Film.

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Veronika (Gellar) ist unglücklich. So unglücklich, dass sie sich kurzerhand entschließt, sich das Leben zu nehmen. Als sie überlebt und in einer psychiatrischen Klinik landet, teilt ihr der dort behandelnde Arzt mit, dass ihr Unfall einen Herzfehler verursacht hat, der ihr nur noch kurze Zeit zum Leben bietet.
In der Klinik versucht Veronika mit ihren anspruchsvollen Eltern und ihrem scheinbar perfekten Leben klar zu kommen und nähert sich langsam dem traumatisierten Edward (Jonathan Tucker) an. Leben, so scheint es, ist doch nicht so ermüdend und bald merkt Veronika, dass sie doch lieber kämpfen möchte.
“Veronika beschließt zu sterben” ist eine Verfilmung des brasilianischen Romans von Paulo Coelho, der seine Erfahrungen aus diversen Psychiatrien darin verarbeitet und die heilende Wirkung gleichgesinnter “Kranker” vermittelt.
Sarah Michelle Gellar gibt eine hervorragende Performance ab und schafft es, ohne große Gesten die inneren Kämpfe ihrer Rolle dar zu stellen. Sowieso besticht der Film durch eine Ruhe, die angesichts des Settings unerwartet kommt, aber den emotionalen Konflikten der Protagonisten genügend Spielfläche gibt.
Gerade für den Herbst dürfte “Veronika beschließt zu sterben” ein warmer, ruhiger Film sein, der gemeinsam genossen werden kann und der sich von den quietschbunten Romanzen im Kinoprogramm abhebt.

Ab dem 30.9.2010 im Kino

Regie: Emily Young
Drehbuch: Larry Gross, Paulo Coelho
Darsteller: Sarah Michelle Gellar, Jonathan Tucker, Erika Christensen
Musik: Murray Gold