Veronica Ferres spielte sich seit den frühen 1990ern in die Herzen eines breiten Publikums. In vielfältigen Rollen zeigt sie ihre Schauspielkunst, von komödiantischen Filmen bis hin zu Dramen.
Veronica Ferres - Allzweckwaffe des deutschen Fernsehfilms

Zahlreiche Auftritte in TV-Komödien

Eine gute Schauspielerin zeichnet sich dadurch aus, dass sie in jedwede Rolle schlüpfen kann. Mit den vielen unterschiedlichen Rollen in Fernsehfilmen zeigt Ferres dieses Talent. In der Komödie „Chaos Queen“ spielt sie eine alleinerziehende Mutter, die Tag für Tag mit privater Unordnung kämpft. In „Honigmond“ stellt Ferres eine betrogene Ehefrau dar, welche anschließend mit ihren zwei besten Freundinnen selbstbewusst die Männerwelt in Turbulenzen versetzt. Ihre besten komödiantischen Auftritte hatte Ferres aber nicht in TV-Produktionen, sondern in Kinofilmen: In den beiden satirisch angelegten Werken des bekannten Regisseurs Helmut Dietl, „Schtonk!“ und „Rossini“, erspielte sie sich einen Bambi sowie eine Goldene Kamera. An der Seite des Komikers Tom Gerhardt feierte sie zudem in der Prollkomödie „Voll normaaal“ einen großen Kassenerfolg.

Mit diesen dramatischen Rollen erhielt Ferres gute Kritiken

In vielen Fernsehfilmen überzeugte die Schauspielerin, die ihr privates Glück mit dem Unternehmer Carsten Maschmeyer gefunden hat, in dramatischen Rollen. Häufig thematisierten diese Werke Zeitgeschichtliches. In dem Film „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ spielt sie eine regimekritische DDR-Bürgerin, welche nicht zu ihrem schwer verletzten Freund in die Bundesrepublik ausreisen darf. In einem Werk über die Schriftstellerfamilie Mann charakterisierte sie Nelly Krüger, die Freundin Heinrich Manns. Sie stellt in eindrucksvoller Weise dar, wie diese Frau aus einfachen Verhältnissen an den Ansprüchen der intellektuellen Umgebung scheitert. Als Belohnung für ihr Schauspiel erhielt Ferres den Adolf-Grimme-Preis, den Bayerischen Fernsehpreis sowie die Goldene Romy. Im biografischen Film „Neger, Neger, Schornsteinfeger!“ übernahm sie die Rolle der Mutter eines Kindes mit schwarzer Haut, die sich beide in der NS-Zeit massiver Diskriminierung ausgesetzt sahen. In „Annas Heimkehr“ rettet sie ein jüdisches Kind vor dem Transport in ein Konzentrationslager.

Veronica Ferres: eine facettenreiche Schauspielerin

Ferres’ Popularität rührt aus der Tatsache, dass sie sowohl komödiantische als auch dramatische Rollen überzeugend ausfüllt. In Komödien spielte sie häufig selbstbewusste Frauen mit Hang zum chaotischen Leben. Im ernsthaften Segment bevorzugte sie meist zeitgeschichtliche Themen, so handelten die Filme über die NS-Zeit oder die DDR-Diktatur. Für Engagements in beiden Sparten nahm sie viele bedeutende Preise entgegen


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