Der Walzer im Weltraum und das futuristische Design haben diesen Film zum Kultklassiker erhoben. Wer erinnert sich nicht an die Traumsequenzen zum Quader oder die Sturheit von HAL 9000?

Stanley Kubrick schuf 1968 mit seinem Film 2001: Odyssee im Weltraum den für viele besten Sci-Fi Film aller Zeiten geschaffen. Der Einsatz von klassischer Musik gepaart mit einer extrem ausgearbeiteten Bildsprache führten zu einem Film, das alle Sinne anspricht. Selbst Technik wird so originell inszeniert, dass der Computer Hal 9000 zu einer weiteren, eher unheimlichen Figur wird.

2001: Odyssee im Weltraum – ungewöhnliche Darstellung der Zukunft

Bereits der Anfang von 2001: Odyssee im Weltraum zeigt, wie außergewöhnlich Kubrick an das Thema herangeht. Die erste Sequenz ist einfach ein schwarzes Bild, erst dann folgt das Logo vom Studio. Die Entwicklung des Menschen, die darauf folgt, wird aus einer außerirdischen Perspektive gezeigt, anhand der Präsenz eines Quaders, der nicht von Menschen geschaffen wurde. Auch Hal 9000 hat seine eigene Perspektive auf die Geschehnisse, manchmal sieht man durch seine Kamera-Augen, was die Austronauten machen. In 2001: Odyssee im Weltraum setzt Stanley Kubrick konsequent eine unkonventionelle Figurendarstellung um und vermischt diese mit einer ungewöhnlichen Kameraeinstellung und einer exzentrischen Geschichte.

Stanley Kubrick und Arthur C. Clarke: Kurzgeschichte, Filmmeisterwerk und Buchreihe

Der Film basiert auf die Kurzgeschichte “The Sentinel” von Arthur Clarke, der als Sci-fi Autor und auch für seine wissenschaftlichen Erkenntnisse bekannt wurde. Er arbeitete zusammen mit Stanley Kubrick an dem Drehbuch, das er eine “sehr teure Art, einen Roman zu schreiben” nannte. Clarke nahm durch seine Visionen Einfluss auf Kubrick.

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Schweigen und klassische Musik im einflussreichen Science-Fiction Film

2001: Odyssee im Weltraum kommt zu 70 % ohne Dialoge aus, seine stärksten Szenen sind diejenigen, in denen langsam ein Bild ensteht. Klassische Musik untermalt diese Bilder und verstärkt so dessen Intensität. Die letzten Sequenzen, die ein offenes Ende darstellen, reihen sich so wie eine Kette aneinander. Ohne viele Worte wird so vermittelt, wie eine Rückkehr in ein früheres Stadium möglich ist, oder wie der Quader am Leben von Bowman Anteil nimmt. Es gibt viel mehr Fragen als Antworten, und von daher dürfte Kubrick zufrieden sein. Sein Film hat eine Tiefe und eine Originalität wie sonst wenige der Sci-Fi Filme, weshalb er auch bei vielen späteren Filmen zitiert wird.

Foto: Fotolia, 10891782, Tjefferson

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