Und der Reigen geht weiter: für Fans ist sowieso alles in Ordnung, Gegner werden auch mit dem dritten Film nicht überzeugt werden können und alle in der Mitte können sich die Teenie-Saga ansehen, verpassen aber auch nichts, wenn sie es nicht tun.

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Bella und Edward stehen kurz vor dem entscheidenden Moment, nach ihrem Abschluss will Bella nicht nur ihren Angebeteten ehelichen, sondern sich auch von ihm zu einem Vampir machen lassen. Dass Edward davon nicht gerade begeistert ist, kann Bella dementsprechend nicht verstehen.
Zudem gibt es scheinbar dunkle Pläne, eine Vampirarmee zu kreieren und Bella samt ihren Vampir- und Werwolffreunden sind mittendrin im Kampf zwischen Gut und Böse.
Auch im dritten Teil überwiegen schmachtend vorgetragene Gefühlsbekundungen mit Poesiealbum-Qualität und lassen die scheinbar actionreiche Story immer wieder im schwülstigen Drama untergehen.
Allerdings bringt auch der dritte Teil eine einnehmende Ästhetik und einen hervorragenden Soundtrack mit sich, so dass jeder, der von Verwandten oder Freunden ins Kino gezerrt wurde, wenigstens was fürs Auge und für die Plattensammlung mit nach hause nehmen kann.
Warum die Quote der nackten Oberkörper in einer scheinbar unglaublich verregneten Gegend so hoch ist, wird jedoch auch in “Eclipse” nicht erläutert, so dass das Mysterium der vernachlässigten T-Shirts auch weiterhin bestehen bleibt.
Wird Edward Bella endlich zu einem Vampir machen, so dass sie noch blasser, deprimierter und wortkarger, aber mit bedeutungsschwangeren Blicken durch die Gegend fliegen kann?
Antwort gibt es ab dem 15.7.2010 in wohl jedem Kino Deutschlands.

Regie: David Slade
Drehbuch: Melissa Rosenberg, Stephenie Meyer (Buch)
Darsteller: Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Dakota Fanning
Musik: Howard Shore