Jeff Bridges ist zur Zeit unermüdlich. Kaum vergeht ein Monat, in dem er nicht auf den Kinoleinwänden zu sehen ist. Überraschend ist dabei vor allem die vergleichsweise geringe Rate an Flops.

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Tom Chaney (Josh Brolin) wird von vielen Leuten gesucht, etwa von Mattie (Hailee Steinfeld), deren Vater er ermorderte, als sie 14 war und die ihn hängen sehen möchte. Oder von Texas Ranger La Boeuf (Matt Damon), der Chaney für einen Mord in Texas sucht. Auch La Boeuf will ihn dekorativ am Galgen sehen. Alle verbindet Rooster Cogburn (Jeff Bridges), der anscheinend der Einzige ist, der gnadenlos genug ist, Chaney zu schnappen, koste es was es wolle. Aber der ist gar nicht so leicht zu überzeugen, dass sich der Job auch lohnt. 

Die Coen Brüder zieht es in den wilden Westen und sie versuchen sich an einer Adaption der gleichnamigen Novelle, die bereits 1969 verfilmt wurde. Die Brüder wollten in der neuen Adaption den Humor und den Fokus auf die junge Mattie der literarischen Vorlage hervor heben, die im 60er Jahre Film verloren gingen.
Entgegen der üblichen Arbeit der Coens ist “True Grit” zwar auch ein humorvolles Werk, nimmt aber sowohl das Genre, als auch seine Portagonisten ernster, als man es von ihnen gewohnt ist.

Herausragende Western hat es schon lange nicht mehr im Kino gegeben, weshalb man sich besonders freuen darf, dass ein derart versiertes Team den Trend zurück auf die Leinwand holt, denn der Name ist Programm und qualitativ wird man wohl kaum etwas Besseres finden.

Ab dem 24.2.2011 im Kino

Regie: Joel & Ethan Coen
Drehbuch: Joel & Ethan Coen
Darsteller: Jeff Bridges, Hailee Steinfeld, Matt Damon, Josh Brolin
Musik: Carter Burwell