Filmfans können es kaum noch erwarten, aber bald startet er endlich in den deutschen Kinos. Und wir können schon jetzt davon ausgehen, dass Tron: Legacy 3D den Thron der Kinocharts erklimmen wird.

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Am 27. Januar 2011 hat das Warten ein Ende. Der heiß ersehnte Film, der ein Sequel zum SciFi-Spektakel „Tron” ist, führt die Geschichte um den Programmierer Kevin Flynn, der 25 Jahre in der digitalen Welt gefangen halten war, fort.

Tron: Legacy 3D – Fortsetzung nach 29 Jahren

Der Originalfilm erschien im Jahr 1982 und galt damals als technische Revolte. Nun, fast 30 Jahre später, haben sich die Disney-Studios zu einer Fortsetzung entschieden.
Auf dem Regiestuhl darf Joseph Kosinski Platz nehmen, während Steven Lisberger, Regisseur des ersten Teils, diesmal als Produzent tätig ist. Wie schon im ersten Teil, spielt Jeff Bridges den Programmierer Kevin Flynn und er verkörpert ebenso das boshafte Programm Clu.

Inhalt

Sam Flynn (Garrett Hedlund), der 27-jährige und technisch begabte Sohn von Kevin Flynn, befasst sich mit dem Verschwinden seines Vaters und gerät dabei in eben diese Welt, in der sein Vater seit 25 Jahren gefangen gehalten wird. Gemeinsam mit einer Vertrauten des Vaters nehmen die drei eine spektakuläre Reise durch ein CyberUniversum auf, das sich als äußerst gefährlich aber visuell einzigartig entpuppt.

3D-Technik

Abgedreht wurde der Film mit dem von James Cameron mitentwickelten Fusion Camera System, das sowohl bei Avatar als auch bei Resident Evil: Afterlife zum Einsatz kam. Viele der bekannten 3D-Filme wie Kampf der Titanen und Alice im Wunderland wurden erst nachträglich konvertiert und wirken eher wie Papp-Dioramas. Tron: Legacy hingegen erhält dank der speziellen Technik eine deutliche Plastizität. Dadurch wird der Film, der stolze 200 Millionen Dollar Produktionskosten verschlungen hat, zu einer absoluten Augenweide.

Der Fakt, dass die französischen Electro-Pioniere Daft Punk den Soundtrack zu steuern, hat im Vorfeld für fast ebenso viel Wirbel gesorgt, wie der Film selbst. Zudem dürfen die Jungs sogar selbst im Film in Erscheinung treten. Allerdings kann der gewaltige Soundtrack für die ein oder andere Verstimmung beim Zuschauer sorgen, da dieser mitunter die Gespräche übertönt und leider etwas zu imposant daherkommt, sodass Tron manchmal eher an ein Musikvideo erinnert.

Letztendlich ist Tron: Legacy 3D keine Perle geworden. Zwar besticht der Film durch eine unglaubliche Optik, aber Drehbuch und Dialoge weisen einfach zu viele Schwächen auf. Auch die Darsteller können kaum überzeugen. Einzig Jeff Bridges schafft es mit einigen witzigen Sprüchen die Stimmung aufzulockern.

Aber letztendlich muss sich natürlich jeder selbst sein Urteil bilden. Ein optisches Feuerwerk ist der Film allemal.

Ab dem 27. Januar 2011 im Kino.

Drehbuch: Eddy Kitsis, Adam Horowitz

Regie: Joseph Kosinski

Darsteller: Jeff Bridges, Garrett Hedlund, Olivia Wilde, Bruce Boxleitner u.a.

Musik: Daft Punk