Toy Story 3

Mehr als 10 Jahre ist her, seit “Toy Story” bewies, dass auch Sequels im Animationsbereich Erfolge feiern können. Ob der dritte Teil der grandiosen Pixar-Saga da mithalten kann?

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Andy ist erwachsen geworden und spielt lange nicht mehr mit Cowboy Woody und Co. Als die Spielsachen aus Versehen in einer Kindestagesstätte landen, scheint zuerst alles wie im Paradies – endlich wieder in den Abenteuern der Kinder mitspielen. Aber während Woody von der kleinen Bonnie mit nach hause genommen wird, merken die anderen Spielsachen recht schnell, dass das Leben in der Kindestagesstätte seine Schattenseiten hat.
Wie gewohnt fällt “Toy Story 3” vor allem durch Detailverliebtheit auf, so dass man gerne auch zwei oder auch drei Mal ins Kino gehen kann, um alle subtilen Witze und Anspielungen mit zu kriegen.
Für die ganz Kleinen ist der dritte Teil der berühmten Zeichentrickfilme sicherlich nichts, aber jung gebliebene Erwachsene, sowie etwas ältere Kinder dürften ihre wahre Freude mit der gut ausgedachten Story und den wundervoll runden Charakteren haben.
Gerade der Subtext der Geschichte kann zwar manchmal etwas düster werden, erstaunt aber gleichwohl durch Komplexität und ehrliche Gefühle, so dass man auch etwas melancholisch werden kann. So emotional anspruchsvoll war schon lange kein Zeichentrick mehr.
Außerdem begeistert “Toy Story 3” durch schöne Filmreferenzen, die wohl eher den Großen gefallen werden, aber so realisiert wurden, dass auch kleinere Kinder ihren Spaß daran haben, ohne die Zitate kennen zu müssen.
Wer hätte es gedacht, aber im Gegensatz zum immer kitschiger und ideenloser werdendem Shrek-Gebilde haben es die Macher tatsächlich geschafft, mit dem dritten Teil einen weiteren Klassiker in Sachen Zeichentrick für alle Generationen zu schaffen.
So wünscht man sich nicht nur Kinderfilme, sondern Kino im Allgemeinen: Warmherzig, humorvoll und mit Gehalt.

Ab dem 29.3.2010 im Kino.

Regie: Lee Unkrich
Drehbuch: Michael Arndt
Darsteller: Tom Hanks, Tim Allen, Joan Cusack
Musik: Randy Newman