Da hat wohl niemand aufgepasst, als das Remake von „Conan” von den Fans und Kritikern verrissen wurde. Actionklassiker haben einfach eine Fangemeinde, die sich nicht durch moderne Spezialeffekte beruhigen lässt.

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Douglas will nur ein wenig Urlaub machen, im Jahr 2084 besteht der aus einer virtuellen Abenteuerreise, die sich angeblich nur im Kopf des Urlaubers abspielt. Doch irgend etwas geht schief und Douglas findet sich plötzlich als Doppelagent ohne Erinnerung in einem politischen Machtspiel wieder, das nicht nur sein, sondern das Leben vieler kosten könnte.

Remake von Total Recall schnell realisiert

Für Projekte dieser Art war die Produktion von „Total Recall” ein verhältnismäßiger Schnellschuss, 2009 wurde das Script geschrieben, 2010 war es fertig und das Casten begann. Auch wenn sich Schwarzengger himself für die Rolle interessiert zeigte, machte Colin Farrell das Rennen und durfte inmitten von Actionbabes Jessica Biel und Kate Beckinsale durch eine Green Screen Landschaft rennen.

Das Original bestach vor allem durch eine Science Fiction Story, die ähnlich der 60er Jahre Klassiker höchst sozialkritisch, dennoch Action geladen war, zudem war „Total Recall” sicher einer der fortschrittlichsten Filme, was Spezialeffekte anging, ob nun Schwarzenegger aus einer dicken Frau heraus stieg, deren Kopf sich plötzlich öffnete oder ob die Maske diverser Außerirdische Mutationen kreierte, die auch heute noch erstaunlich hochwertig erscheinen.

Philipp K. Dick rettet Hollywood?

Nach einer Philip K. Dick Story geschrieben (der in Hollywood ca. 70% aller guten Sci Fi Filme inspiriert hat), konnte das Tempo des Originals auch Schwarzeneggers hölzernes Schauspiel übertünchen, genau in diesem Bereich dürfte Farrell eindeutig vorne liegen.

Allerdings kann man sich fragen, wie selbstironisch das Remake sein wird, denn ein großes Problem vieler aktueller Neuinterpretationen ist eben das Feiern der eigenen Albernheit. Aber vielleicht ist das auch die Gelegenheit das offensichtlich nicht ernst gemeinte Actionspektakel in kritisches Gefilde zu bringen, solange nicht das Hauptaugenmerk auf Spezialeffekte gerichtet ist, sondern vielmehr auf der Story liegt, kann es vielleicht noch etwas werden.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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Ab dem 16.8.2012 im Kino.

Regie: Len Wiseman
Drehbuch: Kurt Wimmer, Mark Bomback, James Vanderbilt
Darsteller: Colin Farrell, Kate Beckinsale, Jessica Biel, Bryan Cranston
Musik: Harry Gregson-Williams