Die Tintenwelt-Trilogie ist eine der erfolgreichsten deutschen Buchreihen der letzten Jahre. Im Dezember kommt der Film zum ersten Buch in die deutschen Kinos.

Nach diversen Preisen, die auf die Bücher von Cornelia Funke regneten, und etlichen Übersetzungen, die den Erfolg ins Ausland trugen, macht sich nun der wenig bekannte Regisseur Iain Softley daran, die Erfolgsromane zu verfilmen.

Brendan Fraser spielt den Buchbinder Mortimer Folchart, der die Fähigkeit hat, durch lautes Vorlesen Charaktere und Gegenstände aus Büchern in die reale Welt zu holen und umgekehrt. Dummerweise hat er den Fiesling Capricorn (Andy Serkis) vor Jahren aus dem Buch “Tintenherz” befreit und dabei seine Frau Teresa in die mittelalterliche Welt des Buches verbannt. Zusammen mit seiner Tochter Meggie versucht er nun das Unheil wieder ungeschehen zu machen.

Wie eine Filmversion dieses Buches, dessen Geschichte so untrennbar mit Literatur verbunden ist, aussehen mag, zeigt uns das Negativbeispiel von Michael Endes “Die unendliche Geschichte”: Sicherlich von den Effekten her hübsch gemacht, aber so durch die Hollywood-Maschinerie gedreht, bis der Freund des Buches die Geschichte nicht wiedererkennt. Ein Hauptproblem dabei ist der Drang amerikanischer Studios, die eingekauften Stories “einzuamerikanisieren” (so geschehen auch bei “Wintersonnenwende” nach Susan Cooper) und damit den Charme der Vorlage direkt in die Aquädukte von Hollywood zu spülen.

Aber man sollte die Hoffnung auf eine gelungene Verfilmung von “Tintenherz” nicht schon im Vorfeld aufgeben. Ein Vorteil, den der Film nämlich gegenüber anderen seiner Art hat, ist die Erfahrung der meisten der Schauspieler im Fantasy-Bereich. So kennt man Brendan Fraser (Mo) natürlich aus den drei Mumie-Filmen, Helen Mirren (Elinor) durfte als Morgaine schon in “Excalibur” Merlin bezirzen und Andy “Mein Schatzzzz” Serkis (Capricorn) war Gollum in Peter Jacksons “Herr der Ringe”.

Laut der Internet Movie Database (imdb) ist der Filmstart in Deutschland für den 11.12.2008 vorgesehen. Bis dahin können wir uns beim Betrachten des Trailers überlegen, ob die obligatorische Verfilmung eine gute Idee ist.

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