In diesem Jahr wurde der geneigte Zuschauer schon mit allerhand 08/15-Horror regelrecht aus dem Kino gejagt. „The Strangers“ hingegen besitzt das Potenzial, die verloren gegangene Liebe zum Genre Horror neu zu entflammen. Das Regie-Debüt von Bryan Bertino ist eine wahre Wohltat für den genervten Kinogänger, lebt der Film doch unter anderem von der schauspielerischen Leistung der beiden Hauptdarsteller Scott Speedman und Liv Tyler, denen es eindrucksvoll gelingt, den Horror fühlbar zu machen.

James und Kirsten, ein junges Paar, kehren gerade von einer Party in das abgelegene Haus von James Eltern zurück. Allerdings droht der Beziehung eine harte Bewährungsprobe, hat die smarte Kirsten dem romantischen Heiratsantrag von James gerade eine Absage erteilt. So ziehen sich beide etwas zurück, um die emotionale Aufgewühltheit ein wenig verarbeiten zu können. Während zunächst eine verwirrte Frau kurzzeitig für Aufregung sorgt, scheint das Paar längst nicht mehr allein zu sein.

Durch eine sehr detaillierte Kameraführung und die emotionale Bindung an die beiden Hauptfiguren gelingt es Bertino den Zuschauer eine Nähe zu geben, der man sich nur schwer entziehen. Kurze Einblendungen der möglichen Gefahren erzeugen eben jenes Gefühl, die Figuren unbedingt warnen zu müssen. Dies geschieht mit einer solchen Eleganz und Leichtigkeit, dass Horror endlich wieder fühlbar wird.

Letztendlich ein gelungenes Werk, das sich zwar gängigen Mitteln des Genres bedient und teilweise neu Szene setzt. Sehenswerter Film!

The Strangers

Kinostart: 20.11.2008 / Thriller

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