In Twilight konnten sie höchstens beweisen, wie gut sie blasse Haut als neusten Schönheitstrend verkaufen können, aber in dem neusten Musikfilm über die 70er Band The Runaways kann man glasklar ihr schauspielerisches Talent bewundern.

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1975 überzeugt die junge Joan Jett (Kristen Stewart) zusammen mit Sandy West (Stella Maeve) den Musikproduzenten Kim Fowley (Michael Shannon) dass sie das nächste große Ding in Sachen Musik sind. Der ist von der Idee einer rockigen Mädchenband begeistert und castet Micki Steele (Scout Taylor-Compton) und kurze Zeit später die verführerische Blondine Cherie Currie (Dakota Fanning) und kaum zusammen starten die Mädels auch schon durch. Aber Drogen, Stress und Presserummel hinterlassen schnell ihre Spuren bei den Bandmitgliedern…
Vom großartigen Soundtrack angefangen bis zu den grandiosen Schauspielleistungen ist “The Runaways” ein Musikfilm, der sich sehen und vor allem hören lassen kann. Von Dakota Fanning wusste man ja bereits, dass sie quasi jede Rolle spielen kann, aber auch Kristen Stewart überzeugt als offensive Joan Jett und darf endlich mal ihre Sätze ohne ungelenkes Teenager-Gestammel über die Lippen bringen.
Die Atmosphäre der 70er Jahre wird zudem in Kostümen und Ausstattung so gut wieder gegeben, dass man sich danach sofort in Stretchjeans schmeißen möchte, um zu Bowie zu tanzen.
In Deutschland wurde der Kinostart leider auf das nächste Jahr verschoben, aber zumindest die (englischsprachige) DVD kann man sicherlich schon vorher erwerben.
Gedreht und geschrieben wurde die beeindruckende Geschichte einer zu jungen Mädchenband im Druck der Musikindustrie übrigens von Floria Sigismondi, die sich damit in den Reigen der Musikvideo-Regisseure einreiht, die auch als Filmregisseure Erfolg haben.

Regie: Floria Sigismondi

Drehbuch:Floria Sigismondi

Darsteller: Dakota Fanning, Kristen Stewart, Stella Maeve, Michael Shannon, Scout Taylor-Compton

Musik: Lilian Berlin