Auch wenn die vorwiegend action-lastigen Science Fiction Filme der letzten Jahre den Eindruck vermitteln, dass das Genre nichts Neues mehr zu bieten hat, gibt es immer wieder Filme, die den Zuschauer mehr als heraus fordern.

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Ein Vater (Viggo Mortensen) und sein Sohn (Kodi Smit-McPhee) haben wie wenige andere eine Katastrophe überlebt und müssen sich jetzt in einer Postapokalyptischen Welt zurecht finden. Die meisten Überlebenden haben ihre ethischen Grundlagen gegen den Willen zum Überleben ausgetauscht, Mord und sogar Kannibalismus herrschen überall.
Vater und Sohn müssen sich durch eine scheinbar hoffnungslose Welt kämpfen, gen Süden, da die Wetterbedingungen dort etwas menschenfreundlicher sein sollen und der Mensch ein Ziel braucht, um weiter machen zu können.
Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Cormac McCarthy, der 2006 den Pulitzerpreis gewonnen hat, ist kompromisslos; wer seichtes Popcornkino sucht, wird hier keinen Spaß haben, denn die zunehmend hoffnungslose Zeichnung des menschlichen Verfalls ist in dunkle Bilder gehüllt, die immer wieder von den weichen Farben der Erinnerungen an die Zeit vor der Katastrophe unterstrichen werden. Dass der für verzweifelnd ehrliche Musik und Literatur bekannte Nick Cave zum Soundtrack beigesteuert hat, ist daher kaum verwunderlich.
Gerade diese Hoffnungslosigkeit dürfte selbst dem Fan des schwierigen Kinos so manches Mal aufs Gemüt schlagen, so dass man sich zwei Mal überlegen sollte, ob man “The Road” besucht oder nicht. Empfehlenswert ist er aber allemal.

Ab dem 7.10. im Kino

Regie: John Hillcoat
Drehbuch: Joe Penhall, Cormac McCarthy (Buch)
Darsteller: Viggo Mortensen, Kodi Smit-McPhee, Charlize Theron
Musik: Nick Cave, Warren Ellis