Colin Firth hat sich wieder einmal einen Academy Award verdient. Das historische Drama “The King’s Speech” wird beispielsweise von den Kritikern gefeiert.

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Prince Albert, Duke von York und Sohn von König George dem Fünften ist kein guter Redner, nicht zuletzt, weil er stottert. Der zurückhaltende Mann scheut dadurch die Massen und lässt sich von seiner eigenen Aufregung überrennen. Seine Frau Elizabeth hält nichts von den Quacksalbern und Beratern, die er sich zur Hilfe nimmt und spricht stattdessen den australischen Sprachtherapeuten Lionel Logue an. Der hilft ihm ausgerechnet mit Macbeth…

Drehbuchautor David Seidler stotterte selbst als Kind und erinnerte sich, dass ihn Albert als Kind inspiriert hatte. Einige Jahrzehnte später wurde Seidler mit Krebs diagnostiziert und nahm eine kreative Auszeit, in der er das Drehbuch zu “The King’s Speech” schrieb.
Auch wenn die Involvierten den Film historisch so akkurat wie möglich gestalten wollten, sind vor allem die chronologischen Abläufe der Dramatik zuschulde etwas gestaucht worden und auch die Beziehungen unter den Prota- als auch Antagonisten wurde ein wenig verstärkt.
Der Film ist dennoch ein wunderbares Werk, mit Liebe produziert und – das können die Briten nun einmal am Besten – hervorragend ausgestattet. Selbst mit dem Schauspielveteranen Geoffrey Rush an der Seite ist es wieder einmal Colin Firth, der “The King’s Speech” von einem historischen Drama zu einem Erlebnis schauspielert, der Lionel Logue Leben einhaucht und somit nicht nur Geschichte, sondern auch Persönlichkeit in den Film bringt.

Ab dem 17.2.2011 im Kino

Regie: Tom Hooper
Drehbuch: David Seidler
Darsteller: Colin Firth, Geoffrey Rush, Helena Bonham Carter
Musik: Alexandre Desplat