Auf dem Sundance Film Festival war es einer der meist geliebtesten Filme, kein Wunder, derartig warme und realistische Komödien findet man selten.

[youtube 6rrDGluqJsw]

Die Geschwister Joni (Mia Wasikowska aus “Alice im Wunderland”) und Laser (Josh Hutcherson) wachsen mit zwei Müttern (Julianne Moore und Annette Bening) in einer behüteten Umgebung auf. Als Joni 18 wird, bittet Laser sie, ihren Vater ausfindig zu machen, der damals den Samen gespendet hat. Paul (Mark Ruffalo) ist ein Lebemann und besitzt ein organisches Restaurant. Je mehr er sich in das Familienleben einbringt, desto mehr wird klar, dass die anscheinend perfekte Familie brüchige Fassaden hat.

Was die subtile Komödie ausmacht, ist die ehrliche Situationskomik und die Glaubwürdigkeit aller Charaktere. Unangenehme Sprechpausen, Versprecher und abgebrochene Sätze machen die Dialoge aus und klingen daher so, wie im wahren Leben und nicht aus der Hand eines routinierten Drehbuchschreibers.
Regisseurin Lisa Chododenko, die auch am Drehbuch mitwirkte, schöpfte aus ihren eigenen Erfahrungen, da sie selbst lesbisch ist und gerade ein Kind von einem anonymen Samenspender zur Welt gebracht hat. Vielleicht wirkt der Plot genau deshalb nie forciert und erstaunlich leichtfüßig für ein Thema, das schnell in große Betroffenheitsmache hätte ausarten können.
Dass es der Film schafft, trotz des Themas und der zwischenmenschlichen Probleme nie zynisch oder kitschig zu werden, liegt vor allem an den Schauspielern, die jedem Charakter nicht nur Leben, sondern auch Sympathie verleihen.

Ab dem 18.11. im Kino

Regie: Lisa Chododenko
Drehbuch: Lisa Chododenko, Stuart Blumberg
Darsteller: Mia Wasikowska, Josh Hutcherson, Julianne Moore, Annette Bening, Mark Ruffalo
Musik: Nathan Larsen, Craig Wedren