Die politische Satire ist die Königsdisziplin der Komödien und mit Steven Sonderbergh als Regisseur kann eigentlich nichts schief gehen…

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Mark Whitacre (Matt Damon) wird von seiner Frau dazu gebracht, dem FBI von illegalen Preisabsprachen in seiner Firma, Agrarkonzern Archer Daniels Midland zu berichten und wird daraufhin von Agent Brian Shepard (Scott Bakula) postwendend zu einem Spitzel gemacht. Der zunehmende Druck, lukrative Angebote von seiner Firma und eine bipolare Störung bringen Mark jedoch immer mehr in ein Karussell der Irrsinnigkeiten, aus dem er nicht mehr heraus zu finden scheint.
Man kann über Matt Damon sagen was man will, aber der Mann ist einer der vielfältigsten Schauspieler, die Hollywood derzeit zu bieten hat und auch sein komisches Talent ist ähnlich das eines Jeff Bridges oder Brad Pitts. Deshalb gelingt ihm die Rolle des unberechenbaren Mark Whitacre hervorragend und animiert alleine deshalb zum Kinogang.
Aber es kommt noch besser, die bitterböse Komödie hat neben Matt auch noch etliche andere exzellente Schauspielleistungen zu bieten, von Mark’s Anwalt James Epstein, gespielt von Tony Hader (Buster aus “Arrested Development”) zu Patton Oswald (Spence aus “King of Queens”), “The Informant!” beweist ein gutes Händchen für Charaktere, die urkomisch, bizarr, aber irgendwie sehr realistisch herüber kommen.
Das Drehbuch ist clever und temporeich geschrieben, so dass es nicht einen Durchhänger gibt und dass man nebenbei noch etwas über die Absurdität der Marktwirtschaft und der Spitzelarbeit des FBIs erfährt, ist quasi die Kirsche auf der Sahnetorte.
Ab dem 5.11. kann man sich Matt Dillon in Bestform im Kino ansehen und Tränen lachen.