“The Hours”, Stephen Daldrys Verfilmung des gleichnamigen Romans von Michael Cunningham, ist ein leiser, beeindruckender Film über Frauen, die versuchen, ein selbstbestimmtes Leben zu erreichen.

Ein Tag im Leben dreier Frauen: Virginia Woolf (Nicole Kidman) schreibt an ihrer Novelle “Mrs. Dalloway”, die – 50 Jahre später – Linda Brown (Julianne Moore) zu einem folgenreichen Entschluss bewegt. Wiederum 50 Jahre später bereitet Clarissa Vaughan (Meryl Streep) eine Party für einen aidskranken Freund (Ed Harris) vor. Er nannte sie immer “Mrs. Dalloway” …

Virtuos verknüpft Regisseur Stephen Daldry die Episoden zu einer komplexen Erzählung über Künstlertum und Tod, Homosexualität und das Entdecken der eigenen Individualiät. Die Schauspielerinnen liefern die (bisherigen) Glanzleistungen ihrer Karriere ab; Kidman gewann einen Oscar. Im Innern zusammengehalten wird dieser tragisch-schöne Teppich miteinander verflochtener Schicksale aber durch die elegische Musik Phillip Glass’.

“Billy Elliott”-Regisseur Stephen Daldry gelang mit dieser ruhigen, intelligenten Literaturverfilmung eines der besten Dramen der letzten Jahre – unbedingt sehenswert.