Spannende Psychothriller um Serienkiller sind ein wenig rar geworden im aktuellen Kinogeschehen. Grund zur Freude also für “The Horsemen”?

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Dennis Quaid spielt Aidan Breslin, einem Detective, der nach dem Tod seiner Frau mit seinen eigenen Dämonen kämpft. Anstatt sich um seine beiden Söhne zu kümmern stürzt er sich in einen neuen Fall, bei dem die Opfer scheinbar auf einen Serienkiller zurück zu führen sind, der die Bibel sehr genau gelesen hat und anscheinend versucht, die Apokalypse herbei zu führen.
Nach “Sieben” gab es ja für einige Jahre einen riesigen Ansturm an Psychothrillern, die allerdings nicht wirklich an diesen einzigartigen Schocker heran kamen. Nach langer Pause versucht sich “The Horsemen” daran an zu knüpfen und krankt an ähnlichen Gründen – zu sehr kommt einem “Sieben” in den Hinterkopf; die biblischen Verweise, die grausamen Morde und der überforderte Detective sind allesamt zu sehr an den Urvater des modernen Thrillers angelegt.
Doch man kann nicht gerade sagen, dass der Film schlecht ist, besonders Dennis Quaid spielt (wie immer) hervorragend und sobald man sich in die kleine düstere Welt hinein versetzt hat, will man schon wissen, wie sich die Morde am Ende auflösen. Besonders die Farben und Kameraeinstellungen des Filmes sind gut gelungen und unterstreichen die triste und scheinbar hoffnungslose Welt, in der die Protagonisten leben.
Nach den moralischen Hintergründen sollte man übrigens nicht nachfragen, da man dort nämlich schnell in zwielichtige Sackgassen gelangen kann.
Im Großen und Ganzen lohnt sich “The Horsemen” sogar für einen Kinoabend, kann aber auch ohne schlechtes Gewissen auf DVD geguckt werden.
Ab dem 27.8.2009 in den deutschen Kinos.