„The Help“, der Film  nach dem gleichnamigen Bestseller, bringt in diesem Herbst große Gefühle mit ein wenig Geschichtsunterricht in die Kinos.

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„The Help“ ist die bewegende Verfilmung des gleichnamigen Buches, „The Help“ der Autorin Kathryn Stocketts, das 2009 erschienen ist und in dem sie ihre eigenen Kindheitserinnerungen im Süden der USA, in Jackson Mississippi, verarbeitet. Mit dem Drehbuch, wie auch mit der Regie wurde ein alter Kindheitsfreund von Kathryn Stocketts, Tate Taylor, beauftragt, der wie die Autorin auch in Jackson Mississippi aufgewachsen ist. Der Film erzählt mit viel Herz, aber auch mit einigen humorvollen Momenten, vom Schicksal afro-amerikanischer Hausangestellten und ihren weißen Chefinnen.

„The Help“ – die Verfilmung des Bestsellers

Der Film öffnet mit der Stimme des schwarzen Dienstmädchens, Aibeleen Clarke, die in ihren Jahren als Dienstmädchen über 17 weiße Kinder aufgezogen hat. Sie hat den Kindern dabei zugesehen, wie sie von einer unschuldiger Verehrung für sie als Zweitmutter, älter wurden, nur um den Rassismus ihrer Eltern zu übernehmen. Der Film spielt im Jahre 1962. Skeeter Phelan, gespielt von Emma Stone, ein junges weißes Mädchen, die gerade ihr Studium am College beendet hat, kehrt nach Jackson, ihre Heimatstadt zurück. Dort muss sie feststellen, dass sie nicht mehr ganz in das Bild dort passt. Ihre Freundinnen, die wie sie auch von afro-amerikanischen Dienst– und Kindermädchen aufgezogen wurden, sind alle verheiratet, vertreiben sich die Zeit beim Bridge und überlassen den Dienstmädchen, die sie von ihren Eltern geerbt haben, die Erziehung ihrer Kinder.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Skeeter, deren Ambitionen im Journalismus und im Schreiben liegen, ist hier eine Ausnahme. Sie beschließt die Hausmädchen zu interviewen und ihnen in Zeiten, in denen ihre Stimme nicht zählt, die Möglichkeit zu geben anonym gehört zu werden. Zunächst möchte sich keiner der Hausmädchen an Skeeters Projekt beteiligen, doch Aibeleen (Viola Davis) und ihrer rebellischen Freundin Minny (Octavia Spencer) gefällt zunehmend der Gedanke, dass sie die Möglichkeit haben, sich endlich einmal mitzuteilen, ihre Geschichte zu erzählen und nach jahrelangem Schweigen, dieses zu brechen. Die Angelegenheit ist für Minny und Aibeleen gefährlicher als für Skeeter, denn sie riskieren nicht nur den Rausschmiss bei ihren weißen Chefs, sondern auch noch von Anfeindungen von rassistischen Vereinigungen und Personen.

Das Drehbuch von Tate Taylor

Das Drehbuch von Tate Taylor ist am stärksten und überzeugendsten, wenn die schmerzlichen Paradoxien aufgedeckt werden, wie z.B. die Macht-Verschiebungen zwischen Magd und Arbeitgeber. Aber auch die physische Intensität, die zwischen den Kindern und den Mägden besteht, überzeugt: Die Magd, die sie beruhig, mit ihnen knuddelt, während die weißen Frauen, unbeweglich und emotional kalt sind.

Drei Hauptdarstellerinnen mit Oscar-Potential?

Das Buch hat sich Millionen Mal verkauft und der Film hat bis jetzt in den USA über 160 Millionen Dollar eingespielt. Doch in den USA wurde der Film zwiespältig aufgenommen. Dem Film wird vorgeworfen, dass er die wahren Geschehnisse, die sich in den 60er in den USA abspielten, nicht darstellt. Wenn die Hausmädchen sagen, dass sie einiges riskieren, da sie Skeeter bei dem Buch helfen, ist die heillos untertrieben, wenn man über die Gewalt die sich damals gegen Afro-Amerikaner gewendete hat, nachdenkt. Dem wiederum setzten andere entgegen, dass dieser Film immerhin einige Aspekte, der nicht allzu alten Geschichte, anspricht. Entscheiden Sie also selbst.
Die drei Fraue,: Emma Stone, Octavia Spencer, aber vor allem Viola Davis, werden übrigens jetzt schon für einen Oscar 2012 gehandelt.

Kinostart für „The Help“ ist der 08.12.2011.