Es ist die klassische Horrorgeschichte: Eine Familie zieht in ein neues Haus und muß bald fest stellen, dass es dort nicht mit rechten Dingen vor sich geht und das Ganze soll natürlich nach wahren Begebenheiten geformt worden sein.

[youtube rBxwSeCNmOs]

Sehr viel weiter entwickelt sich der Film auch nicht, aber das macht auch nichts, denn zum Einen ist die Geschichte des Hauses interessanter, als die meisten anderen Spukhaus-Filme und zum Anderen sind die Hauptrollen derartig gut besetzt, dass man auch gut und gerne auf den Spuk verzichten könnte.

Denn Mutter Sara (Virginia Madsen) zieht nur deshalb mit ihren Kindern in das gruselige Anwesen, weil ihr Ältester (Kyle Gallner) an Krebs leidet und daher näher am Krankenhaus wohnen muss, um die Chemotherapie besser zu verkraften. Eben dieser legt bald merkwürdige Verhaltensweisen an den Tag und hat sogar Halluzinationen und schreckliche Albträume. Ob es an seinem neuen Zimmer im Keller des Hauses liegt oder an der Chemo, ist wohl nicht die schwierigste Frage im Film.
Die Spezialeffekte sind nicht wirklich umwerfend, allerdings auch nicht stümperhaft und für die Mittel angemessen und einige der Schockmomente sind tatsächlich zum Zusammenzucken, vor allem, wenn sie subtil und kaum bemerkbar in dunklen Ecken geschehen.
Auch wenn die Horrorgeschichte nichts Neues erzählt, die Geschichte der Familie tut es allemal. Das Spiel zwischen Mutter und Sohn ist hervorragend, die Entfremdung des kranken Jungen mit seiner Familie und die Auseinandersetzung mit dem Tod haben einen bereits in den ersten 10 Minuten in ihren Bann, so dass die tatsächliche Geistergeschichte zwar spannend bleibt, aber im Kontrast mit den schauspielerischen Talenten etwas verblasst.
Wer keine Lust mehr auf Slasher und Torture-Horror hat, sollte sich auf jeden Fall dieses kleine Juwel ansehen, denn auch wenn die Idee nicht neu ist, sind es die überragenden Leistungen der Schauspieler, eine Sache, die man im Horrorgenre eher selten zu sehen bekommt.
“Das Haus der Dämonen” läuft am 2.6.2009 im Kino an.