Das Schlimme Los eines Comic-Geeks ist, dass man den inneren Drang verspürt, jede Verfilmung zu sehen, selbst wenn sie schon vorab verspricht, so schrecklich, banal und albern zu werden, dass die Tränen bereits beim Trailer fließen.

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Die Green Lantern Corps sind eine außerirdische Gemeinschaft, die für Frieden und Harmonie im Universum sorgt. Als eine böse Macht eben diese Harmonie zerstören will, wählen sie den Erdling Hal Jordan (Ryan Reynolds), der mit Superkräften ausgestattet das Schicksal der Welt retten soll. Aber kann der arrogante und ungestüme Hal innerhalb kürzester Zeit seine neu gewonnenen Kräfte meistern?

Tatsächlich wurde schon angedroht, dass „The Green Lantern“ der erste Teil einer Trilogie werden könnte, je nachdem, wie erfolgreich der Film tatsächlich wird. Da Action-Spektakel mit schlechten Dialogen, überzogenen und unnötigen CGI-Effekten und durchschnittlichen Schauspielern meistens große Besucherscharen anziehen, brauchen sich die Macher des Films wohl keine Sorgen machen, wohl aber der Fan der Comicreihe.

Wie immer findet man erstaunlich gute Schauspieler unter den Nebendarstellern und Bösewichten. Was Peter Sarsgaard (mit einem aufgeblasenen Gehirn), als auch Tim Robbins dazu bewegt hat, sich in dieses offensichtliche Trash-Fest ein zu reihen, ist wie so oft ein Rätsel.

Wirklich abraten kann man niemanden von „The Green Lantern“, allerdings sollte man sich mehr auf ein triviales Actionmonster mit sehr vielen Spezialeffekten und vielen Heldensprüchen als Einzeiler vor bereiten, als auf eine durchdachte Verfilmung eines komplexen Comics.

Wer grüne Superhelden mag, muss auch nicht bis zum Kinostart am 16.6.2011 warten, sondern kann vorher noch mal bei „The Green Hornet“ vorbei schauen.

Regie: Nartin Campbell

Drehbuch: Greg Berlanti, Michael Green, Marc Guggenheim, Michael Goldberg

Darsteller: Ryan Reynolds, Mark Strong, Peter Sarsgaard, Blake Lively, Tim Robbins

Musik: James Newton Howard