Nach der doch sehr langen Winterpause machen sich endlich die ersten Horrorfilme bereit, ins Sommerkino zu starten. Dass das mit einem Remake beginnt, ist natürlich auf den ersten Blick fragwürdig, aber gar nicht mal so schlimm.

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In einer ruhigen amerikanischen Kleinstadt bricht urplötzlich das Chaos aus, Menschen reagieren unvorhergesehen brutal und bringen ihre Familien um, kurz darauf überfällt auch noch die Army die Bevölkerung und evakuiert die ganze Stadt, ohne ein Wort zur Erklärung. Sheriff David Dutton (Timothy Olyphant) und seine Frau (Radha Mitchell) versuchen das Ganze heil zu überstehen und auf den Grund der urplötzlichen Krankheit zu kommen, die wie ein Virus um sich greift.
Zumindest hat man George A. Romero an der Produktion teil haben lassen, ansonsten wäre das Remake wahrscheinlich genauso schlecht geworden, wie die vielen anderen Aufgüsse bekannter 70er Horrorfilme in den letzten Jahren.
Aber dank eines überzeugenden Casts und einem intelligenten Drehbuch, das vor allem die Kritik, die hinter der Story steht, hervor hebt, ist “The Crazies” eine Ausnahme, die die Regel bestätigt.
Von der ersten Sekunde an wird man in das Schicksal der Charaktere hinein gezogen, halbgare Stereotype (etwa der leicht dumme Deputy) wird man hier nicht finden. Stattdessen wird jeder Nebenrolle eine Glaubwürdigkeit zugestanden, die zur Intensität der Ereignisse beisteuert, denn so schnell wie das Leben der Kleinstädter aus den Bahnen geworfen wird, muss der Zuschauer auch mit ihnen sympathisieren können.
“The Crazies” ist unheimlich, blutig und rasant, das Alles jedoch mit einem gehörigen Schuss Intelligenz, so dass man Regisseur Breck Eisner, den Drehbuchautoren und den Schauspielern ein großes Lob aussprechen kann.
So darf der Horrorsommer 2010 gerne anfangen.
Ab dem 27.5.2010 im Kino

Regie: Breck Eisner
Drehbuch: Scott Kosar, Ray Wright
Darsteller: Timothy Olyphant, Radha Mitchell, Joe Anderson
Musik: Mark Isham