„Family Guy” Fans aufgepasst, „American Dad” Fans können auch gerne zu hause bleiben, der erste Kinofilm vom MacFarlane ist nicht so schlimm wie erwartet, hat aber auch nicht direkt das Prädikat „besonders wertvoll” verdient.

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Irgendwann in den 80ern lernen wir John Bennett kennen, der als Einzelkind einen gigantischen Teddybären zu Weihnachten bekommt, damit er nicht mehr so alleine ist. Wunschstern, Weihnachten, yada yada, der Bär erwacht zum Leben und wird in der Tat Johns bester Freund, der zu einem leicht kindischen Erwachsenen (gespielt von Mark Wahlberg) heran gewachsen ist. Schlimmer sieht es jedoch mit Ted aus, der zu der Art Mitbewohner geworden ist, wegen denen man im Gefängnis landet.
Als John eine Frau kennen lernt, stellt sich schnell heraus, dass sich etwas an der Situation ändern muss.

Ted: Gut animiert, plüschig nur in Pixeln

Die Computereffekte des animierten Teddybären sind deluxe und sorgen dafür, dass der vulgäre Kuschelteddy trotzdem äußerst charmant herüber kommt. Da Wahlberg als der sogenannte „Straight Man” (also der Part in einer Komödie, der weniger für die Comedy verantwortlich ist) einer der besten Schauspieler derzeit ist, klappt auch die Zusammenarbeit.
Die Bromance Komödie nimmt sich nicht allzu viel heraus, wenn es um den Plot geht, auch die Moralschlammschlacht am Ende hat es so schon ein paar, bis ein paar hundert Mal gegeben. Doch die Gags sind teils überraschend gut und im Großen und Ganzen lohnt sich vor allem für „Family Guy” Fans ein Kinogang.

Guter Mittelmaß von MacFarlane

Aus dem Häuschen wird man aber wohl trotzdem nicht sein, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass diese Buddy Komödien in ihrer Vielzahl selten mehr als den Klischee Plot heraus holen. Manche Kritiker gehen daher sogar davon aus, dass genau diese Klischee Rutschfahrt bewusst als Parodie verwendet wurde, können wir einer derartig großen Komödie aus den Händen des Mannes, der „Family Guy” zum Punchlineschlachtfest hat werden lassen, wirklich so viel Augenzwinkern zutrauen?

Ich bezweifle es zwar, aber in dubio pro reo.

Ab dem 2.8.2012 im Kino.

Regie: Seth MacFarlane
Drehbuch: Seth MacFarlane, Alec Sulkin, Wellesley Wild
Darsteller: Mark Wahlberg, Mila Kunis, Giovanni Ribisi, Patrick Warburton
Musik: Walter Murphy