In vielen Filmen geht es darum, die große Liebe zu finden. In „Take this waltz” geht es darum, sich die Frage zu stellen, ob man sie wirklich gefunden hat.

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Auf einem Flug lernen sich Margot (Michelle Williams) und Daniel (Luke Kirby) kennen, obwohl sie sich schon irgendwo einmal gesehen haben. Das, so erfahren sie später, liegt daran, dass sie in derselben Nachbarschaft leben. Nach offensichtlichen Funken merkt Margot an, dass sie verheiratet ist, glücklich außerdem.
Doch irgendwie zieht es sie immer wieder zu Daniel hin und während sie versucht, ihre Gefühle zu sortieren, setzt sie nicht nur ihr Glück aufs Spiel.

Es gibt viele psychologische Meinungen, dass die Suche nach der großen Liebe oftmals dazu führt, dass man sich niemals wirklich mit einem Menschen einfinden kann und immer nach etwas besserem sucht. Genau diese Frage untersucht Sarah Polley („Splice”), Regisseurin und Drehbuchschreiberin von „Take this Waltz” in der kanadischen Dramödie.

Take this Waltz: Erwartungen an die Liebe

In bunten, sauberen und von Licht durchfluteten Bildern begleiten wir Margot durch ihre Entscheidung und das komplexe Thema wird mit komödiantischen Schauspielern wie Sarah Silverman und Seth Rogen gerade so locker gehalten, dass man die Schwere des Ungewissen, des ständigen Wunsches nach romantischer Aufregung, der einem das Leben ruinieren kann, ertragbar beobachten kann.

Michelle Williams lädt Seth Rogen ins ernste Kino

Michelle Williams dürfte insbesondere Rogen dazu verhelfen, seinen Ruf als Comedy-Act etwas an das ernste Kino zu verlieren, ein Sprung, der nur wenigen gelingt, aber Rogen mit diesem Film ein gutes Stück weiter bringt.
Dass sich sowieso jeder Film mit Michelle Williams lohnt, alleine, um sie performen zu sehen, ist selbstverständlich, aber auch sonst scheint Polleys Werk nach ihrem preisgekrönten „Away from her”, der den Verlust eines Partners an Alzheimer thematisierte, auf jeden Fall sehenswert zu sein.

Regie und Drehbuch: Sarah Polley
Darsteller: Michelle Williams, Seth Rogen, Luke Kirby, Sarah Silverman
Musik: Jonathan Goldsmith