Wir müssen zugeben, 2011 war ein schreckliches Filmjahr, kaum ein Blockbuster hat heillos begeistert, kaum ein Indiefilm hat sich zum Überraschungshit gemausert. Aber 2012 wird ein großartiges Kinojahr, da bin ich mir sicher.
Fantasy, Trickfilm und Horror - wir reden hier von den Filmen, die auf der Kinoleinwand pompös aussehen und Eindruck machen, immerhin sollen sich die 30€ lohnen, die man mittlerweile für ein Ticket ausgibt. Na, welcher Film wohl von mir am sehnlichsten erwartet wird?
Wem „Buffy“-Erfinder Joss Whedon am Drehbuch nicht ausreicht, der kann sich auf „Cloverfield“-Schreiber Goddard im Regiestuhl freuen, in diesem Horrorfilm mit anscheinend typischer Story soll so einiges auf den Kopf gestellt werden.
Ein paar Teenager, die ein Wochenende in einem Holzhaus in den Wäldern verbringen wollen, ein schreckliches Geheimnis, ein paar Monster…das Genre ist bekannt, aber es wären nicht Whedon und Goddard, wenn „Cabin in the Woods“ nicht völlig ausscheren würde.
Science Fiction, Steam Punk, 3D - das 2012 erscheinende Spektakel unter der Regie von Andrew Stanton (Wall-E) hat das Potential episch zu werden, macht aber Sorgen, denn schon lange haben wir keinen 3D Film in diesem Genre gesehen, der hielt, was er versprach.
Als John Carter (Taylor Kitsch), ein ehemaliger Soldat der Konföderierten, in Arizona nach Gold sucht, wird er wie durch einen Zauber auf den Planeten Mars verfrachtet und stellt dort fest, dass er durch die geringere Anziehungskraft stark wie ein Superheld ist. Als er sich mit den Bewohnern anfreundet und dank seiner Kräfte hohe Ränge erreicht, muss er einsehen, dass es auf dem Mars wie auf Erden nicht so leicht ist, das Gute zu tun und den Guten zu folgen.
Und die mittlerweile endlos lange Reihe an Handkamera-Horrorfilmen wird erweitert, dieses Mal durch einen Science Fiction Film mit interessanter Prämisse, aber etwas altmodischer Ausführung.
Warum gab es nach Apollo 17 eigentlich keine Reisen zum Mond mehr? Angeblich gefundenes Filmmaterial der NASA soll Aufschluß darüber geben, dass es tatsächlich eine 18te Expidition gab, diese jedoch durch unheimliche Ereignisse geheim gehalten wurde. Erzählt wird die Geschichte der zwei Astronauten, die auf dem Mond die Entdeckung machten, dass sie nicht alleine sind. Russische Raumschiffe oder völlig fremdes Leben?
Es braucht wie immer ein geringeres Budget, um einen innovativen Film aus dem Wust der generischen Horrorfilme wachsen zu lassen. Die britische Horrorkomödie glänzt durchweg und dürfte einer der besten Geheimtipps dieses Jahres sein.
Die minderjährige Straßengang um Anführer Moses ist gerade dabei, eine junge Frau auszurauben, als ein merkwürdiges Objekt vom Himmel fällt. Das stellt sich als Alien raus, das Moses und Konsorten fachmännisch umlegen. Doch wie es so ist - es bleibt nicht bei einem und schnell ist der Block, in dem Moses mit seinen Freunden lebt, von unheimlichen Kreaturen umzingelt.
Verfilmungen von Brettspielen sind aus gutem Grund eher Inspiration für Sketche, denn Mensch ärger dich nicht, Backgammon und Co neigen nicht gerade zu gutem Storytelling. Battleship aka Schiffe versenken macht da keine Ausnahme, den passenden Kinofilm gibt es dennoch.
Zwischen hawaiianischen Inseln bieten sich amerikanische Flotten mit außerirdischen Mächten ein spannendes Katz und Maus Spiel, in dem Strategie und Glück eine große Rolle spielen.
Natürlich kann man mit gutem Willen eine Verbindung zum gleichnamigen Hasbro Spiel finden, allerdings lässt sich diese dann auch mit anderen Kriegsfilmen auf See sehen, warum also wirklich ein Strategiespiel ohne große Story und vor allem ohne Außerirdische (soweit ich mich erinnern kann) dazu herhalten muss, einen Actionblockbuster Pate zu stehen, liegt jenseits meiner Vorstellungskraft.
Im Geek-Deutsch ist ein Source Code das, was IT Spezialisten schreiben, wenn sie Computerprogramme entwickeln, quasi ein Text, den sie in den Computer eingeben und der am anderen Ende als gut funktionierendes Programm heraus kommt.
Im Film wird Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) Teil eines Source Codes, indem er die letzten 8 Minuten eines Passagiers eines Zuges immer und immer wieder erlebt, der von Terroristen in die Luft gesprengt wurde. Angeblich soll Colter heraus finden, wer hinter dem Anschlag steckte und wie man einen neuen Anschlag verhindern kann, doch nach und nach kommen Colter Fragen, ob das wirklich alles ist, was er tun soll und kann.
Wahrscheinlich war es Glück, dass der Roman von Kazuo Ishiguro von den Briten verfilmt wurde, denn in amerikanischen Händen hätte schnell ein überzogener Schmachtfetzen daraus werden können.
Kathy (Mulligan), Tommy (Garfield) und Ruth (Knightley) wachsen in einem britischen Internat auf, dessen Leiter immer wieder betonen, dass sie etwas ganz Besonderes sind. Als eine neue Lehrerin an die Schule kommt, sollen die Kinder endlich erfahren, warum sie abgeschieden von der Gesellschaft aufwachsen.
Ohne zu viel vom Plot erzählen zu wollen, der sich eindrucksvoll subtil nach und nach entfaltet, kann man Alles, was wir geben mussten als Dystopie der Gegenwart beschreiben, in der die moralischen Fragen der Gentechnik und vor allem ihrer Folgen auf die Menschlichkeit aufgeworfen werden. Der Film kommt ohne große Spezialeffekte aus, die Zeit ist betont auf die 70er-90er gelegt worden und auch die Umgebung ist nicht verzerrt dargestellt, so dass es nicht schwer fällt, sich das Konzept auch in unserer Gesellschaft vor zu stellen, hierbei entsteht nicht die Idee einer weit entfernten Realität, sondern einer naheliegenden und erschreckenden Möglichkeit.
In ihrer Bromance-Trilogie ist der neuste Spaß eine Hommage an E.T. und zieht so viele Film-Referenzen heran, dass dieser Ausflug ins Science Fiction Genre wohl nur von den größten Nerds so richtig genossen werden kann.
Graeme (Pegg) und Clive (Frost) sind zwei Nerds, die extra zur Comic Con in die USA gereist sind, um sich damit ihren Kindheitstraum zu erfüllen. Als sie einen Abstecher zur berühmt berüchtigten Area 51 machen, stoßen sie tatsächlich auf ein Alien (Seth Rogen) und halsen sich damit natürlich eine Menge Ärger auf.
Hollywood muss sich Sorgen machen, denn besonders Low Budget Produktionen haben in den letzten Jahren den Markt der guten Horrorfilme angeführt. Während die teuren Produktionen nicht mehr als Unterhaltung bieten, regen die Indiefilme zum Nachdenken an.
Seit geraumer Zeit sorgt eine außerirdische Rasse zwischen der amerikanisch-mexikanischen Grenze für Aufruhr, damit die Biester nicht zu aufdringlich werden, hat die US-Armee eine gigantische Mauer zwischen den USA und Mexiko gebaut.
Fotograf Andrew hat von seinem Chef den Auftrag bekommen, dessen Tochter in Mexiko auf zu spüren, um sie sicher nach Hause auf amerikanischen Boden zu holen. Als sie die letzte sichere Fähre verpassen, müssen er und Samantha den beschwerlichen Weg zu Fuß gehen, genau durch das von Aliens kontaminierte Gebiet…