Wir müssen zugeben, 2011 war ein schreckliches Filmjahr, kaum ein Blockbuster hat heillos begeistert, kaum ein Indiefilm hat sich zum Überraschungshit gemausert. Aber 2012 wird ein großartiges Kinojahr, da bin ich mir sicher.
Fantasy, Trickfilm und Horror - wir reden hier von den Filmen, die auf der Kinoleinwand pompös aussehen und Eindruck machen, immerhin sollen sich die 30€ lohnen, die man mittlerweile für ein Ticket ausgibt. Na, welcher Film wohl von mir am sehnlichsten erwartet wird?
Die 70er dürften zum interessantesten Jahrzehnt der Horrorfilm Geschichte gehören, denn in diesen 10 Jahren wurden einige Klassiker geboren, die noch heute großen Einfluss auf das Kino haben.
So wurde nicht nur das Slasher Genre populär gemacht, auch Spezialeffekte nahmen langsam Form an, wurden aber noch bewusst zur Unterstützung eingesetzt und nicht, um Plotlücken und schlechte Schauspieler zu überspielen.
Wem „Buffy“-Erfinder Joss Whedon am Drehbuch nicht ausreicht, der kann sich auf „Cloverfield“-Schreiber Goddard im Regiestuhl freuen, in diesem Horrorfilm mit anscheinend typischer Story soll so einiges auf den Kopf gestellt werden.
Ein paar Teenager, die ein Wochenende in einem Holzhaus in den Wäldern verbringen wollen, ein schreckliches Geheimnis, ein paar Monster…das Genre ist bekannt, aber es wären nicht Whedon und Goddard, wenn „Cabin in the Woods“ nicht völlig ausscheren würde.
Nichts scheint unheimlicher als ein paar mordlustige Kinder, doch Klischees sind schnell überzogen, so dass die Liste der besten Filme mit satanischem Nachwuchs gar nicht so einfach zu erstellen war. 10 Schocker haben wir dennoch gefunden.
Die Unschuld der Kinder wird in Horrorfilmen gerne einmal ins Gegenteil gekehrt und so oberflächlich unheimlich ist das Thema eigentlich gar nicht.
Horrorfilme mit Kindern spielen mit Urängsten
Denn holt man erst einmal den psychologischen Almanach heraus, so kann man schnell uralte Fragen aufwerfen, etwa, ob der Mensch von Natur aus Böse geboren werden kann, ob die Furcht, von seinen eigenen Kindern getötet zu werden (Stoff vieler griechischer Tragödien) berechtigt ist, und, ob man wirklich so weit gehen darf, ein Kind zu töten, das von Grund auf verkommen ist.
Stephen King schreibt ja bekanntlich ca. 3 Romane pro Woche, unmöglich, die alle in Kinofilme zu verwandeln. Der Auto hat sich daher irgendwann dazu entschlossen, jungen Filmstudenten eine großartige Gelegenheit zu geben, mit den One Dollar Babies.
1977, als Stephen King durch die ersten Verfilmungen seiner Bestsellerromane mehr als populär geworden war, bekam er viel Post von jungen Filmstudenten, die ihn fragten, ob sie seine Kurzgeschichten verfilmen konnten. Da Studenten normalerweise eher kein großes Budget haben, um Copy Right Rechte zu erstehen, entschied sich King, allen Filmstudenten die Filmrechte zu seinen Kurzgeschichten für einen einzigen Dollar zu übergeben, natürlich nur mit diversen Einschränkungen:
- Stephen King muss vorher zustimmen
- Die Studenten müssen ein Dokument unterschreiben, das besagt, dass sie den Film nicht ohne Kings Zustimmung kommerziell vermarkten dürfen und dass er das Resultat zugeschickt bekommt
- Die Rechte gelten nur für Kurzgeschichten, nicht für Romane
Und die mittlerweile endlos lange Reihe an Handkamera-Horrorfilmen wird erweitert, dieses Mal durch einen Science Fiction Film mit interessanter Prämisse, aber etwas altmodischer Ausführung.
Warum gab es nach Apollo 17 eigentlich keine Reisen zum Mond mehr? Angeblich gefundenes Filmmaterial der NASA soll Aufschluß darüber geben, dass es tatsächlich eine 18te Expidition gab, diese jedoch durch unheimliche Ereignisse geheim gehalten wurde. Erzählt wird die Geschichte der zwei Astronauten, die auf dem Mond die Entdeckung machten, dass sie nicht alleine sind. Russische Raumschiffe oder völlig fremdes Leben?
Es braucht wie immer ein geringeres Budget, um einen innovativen Film aus dem Wust der generischen Horrorfilme wachsen zu lassen. Die britische Horrorkomödie glänzt durchweg und dürfte einer der besten Geheimtipps dieses Jahres sein.
Die minderjährige Straßengang um Anführer Moses ist gerade dabei, eine junge Frau auszurauben, als ein merkwürdiges Objekt vom Himmel fällt. Das stellt sich als Alien raus, das Moses und Konsorten fachmännisch umlegen. Doch wie es so ist - es bleibt nicht bei einem und schnell ist der Block, in dem Moses mit seinen Freunden lebt, von unheimlichen Kreaturen umzingelt.
Als Drehbuchschreiber von Komödien hat Kevin Smith sich einen großen Namen gemacht, mit Red State - seinem ersten Versuch, einen ernsten Horrorfilm zu drehen - hat er erstmal eher Furore gemacht.
Drei Jungs wollen nach der Schule zu einer “leichten Dame” fahren, die ihnen Online versprochen hat, sexuelle Gelüste zu stillen. Kaum in ihrem Trailer angelangt, werden sie auf Drogen gesetzt und wachen in der Gemeindekirche einiger religiöser Fanatiker auf. Als wäre das nicht schon schlimm genug, verlaufen die Interventionsversuche der Polizei katastrophal.
Eine Randgruppe der kulturell bunten Erscheinungen wird endlich mit einem eigenen Film bedacht. Mit Knights of Badassdom gibt es ein Rollenspielfantasyhorrormonster zum Lachen und zum geeken.
Während eines Rollenspiel Festivals ruft eine Gruppe an Spielern aus Versehen einen echten Dämonen herbei. Zuerst relativ unbemerkt unter all den Zauberern, Hexen und Trollen, wird bald klar, dass die sexy Dämonin eine ernsthafte Bedrohung für die familiäre Larp-Community ist. Es wird Zeit, dass diejenigen, die sie herbeiriefen, ihr ebenso ein Ende machen.
Es ist schon erstaunlich, was sich in Australien in den letzten Jahren zusammen gebraut hat, da kann Amerika noch einiges an innovativen Ideen und vor allem grandioser Ausführung lernen. Welche australischen Horrorfilme in den letzten Jahren top waren? Hier könnt ihr es nachlesen.
Die Liste ist länger, als man denkt, für einen Überblick gibt es daher erstmal nur die Top 5 australischen Horrorfilme der letzten Jahre, darunter alles, was das Herz begehrt, subtil, Slasher, Monster und mehr gibt es im Outback und selbst in den Großstädten von Down Under zu fürchten.
1. Lake Mungo
Im Dokumentarstil wird die Geschichte einer Familie erzählt, deren Tochter ums Leben gekommen ist, aber anscheinend noch durch das Haus geistert. Die Low Budget Produktion von Joel Anderson schafft es auf clevere Art und Weise subtilen Horror zu verbreiten, der zum Ende hin das Blut in den Adern gefrieren lässt und mit den Erwartungen und den Sinnen des Publikums spielt. 2008 gedreht, soll es 2011 noch ein amerikanisches Remake von den Ring-Machern geben. Besser als das Original kann es jedoch kaum werden, denn gerade das punktet durch die sparsamen Spezialeffekte, die im Remake sicher wieder stark übertrieben werden.