Mit seinem Film „Another Earth“ bringt uns Drehbuchautor und Regisseur Mike Cahill eine phantastische Idee näher: Was wäre, wenn es da draußen von jedem von uns ein zweites Ich gäbe? Und was wäre, wenn man auf einer zweiten Erde alle seine Fehler wieder gut machen könnte?
So hört sich der Grundgedanke hinter „Another Earth“ im ersten Moment nach einem überwältigenden Science-Fiction-Film an, in dem wir fremde und doch vertraute Welten entdecken und eine ungeheure Wahrheit über unser bisher als einzigartig angesehenes Dasein im Universum erfahren. Doch das Phantastische spielt hier eigentlich nur einen Nebenrolle, denn Mike Cahills Spielfilm-Debüt ist vielmehr ein Drama, in dem die junge Brit Marling ein beeindruckendes schauspielerisches Statement setzt.
„Another Earth“: Eine Geschichte von zwei Welten
Mit 17 verursachte Rhoda bei einem tragischen Autounfall den Tod einer Mutter, ihres Sohnes und ihrer ungeborenen Tochter. Nun, vier Jahre später, hat sie ihre Haftstrafe abgesessen und kehrt zurück nach Hause. Doch heimisch kann sie sich hier nicht mehr fühlen, die schrecklichen Bilder des Unfalls verfolgen sie und machen jeden sozialen Kontakt zur Qual. Einzig die Neuigkeiten über die zweite Erde, die am Himmel aufgetaucht ist und auf der Wissenschaftler ein exaktes Spiegelbild unserer Wirklichkeit vermuten, fasziniert sie.