Kino, neue Filme & Schauspieler

Archiv für "Dokumentation"

Glee on Tour - Konzertdoku der US Hitserie

Autor: Juliane 0 Kommentare

Es könnte ein bisschen in die Hose gehen, immerhin ist der Serienhit aus den USA auch deshalb so beliebt, weil die Storys der Teenager so spannend sind. Ohne das bleiben nur viele Autotune-Nummern und Doku-Kram, der mehr oder weniger glaubwürdig ist.

Nachdem Glee die Welt innerhalb von Sekunden im Sturm eroberte, schien es unerlässlich, die Häme ob der offensichtlich überproduzierten Seriensongs mit einer Live Tour nieder zu stampfen. Die brachte die Protagonisten der Serie nicht nur quer durch Amerika, sondern auch nach Irland und Großbritannien. Mehr als 70000 Menschen fieberten live mit, nun sollen noch mehr das Spektakel auf der Kinoleinwand betrachten.

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Independent Filmtipp: The Trip - Wenn zwei Comedians essen gehen

Autor: Juliane
8 Mai
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Eine Reise durch das wunderschöne Großbritannien und dinnieren in den feinsten Restaurants, Steve Coogan hat es sich so schön vorgestellt.

Es ist eine großartige Idee, nachdem der Observer an Steve Coogan heran getreten ist und ihn fragte, ob er Lust an einer Serie hätte, in der er - zusammen mit einem Gast der Wahl - durch Großbritannien reisen könnte, um schicke Restaurants zu besuchen und das Leben zu genießen und/oder zu kommentieren, stellte sich heraus, dass Coogans Freundin leider keine Lust hatte und nachdem diverse andere Leute absagten, blieb nur noch Rob Brydon als Reisepartner, der natürlich zusagte.
Die halb improvisierte Serie ist ein wunderbarer Mix aus den Sticheleien der beiden Comedians und der malerischen britischen Landschaft.

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Catfish - so kann Facebook auch aussehen

Autor: Juliane 0 Kommentare

Während mit “Social Network” eher eine Lobhudelei auf das Phänomen Facebook in die Kinos gekommen ist, wirft die Dokumentation von Ariel Schulman Licht auf die andere Seite der sozialen Netzwerke

Es beginnt wie ein Traum, Fotograf Ariel lernt über das Internet die künstlerisch begabte 8-jährige Libby kennen und tauscht mit ihr Fotos und Bilder aus. Nach einiger Zeit ist nicht nur Libby, sondern auch ihre ganze Familie - ihre hübsche Schwester Megan eingeschlossen - mit Ariel vernetzt, sein Bruder dokumentiert das Ganze aus Ariels Sicht. Nach einiger Zeit beschließen die Brüder zusammen mit Kumpel Henry einen kleinen Trip zum Wunderkind und ihrer Familie zu unternehmen, doch bereits während der Reise müssen sie feststellen, dass nicht alles was glänzt auch Gold ist.

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Until the light takes us - Doku für Metalheads

Autor: Juliane
8 Aug
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Die Metalszene - obwohl eine der wohl stärksten Musikszenen in der Popkultur - ist immer noch ein rotes Tuch für Medien und Konservative, die gerne verantwortlich für das Übel jugendlicher Gewaltakte gemacht wird. Die Dokumentation will Aufschluss über die Hintergründe der kontroversen Black Metal Szene in Norwegen geben.

In den frühen 90er Jahren entstanden aus dem normalen Metalgenre eine Reihe Subgenres, die schnell ein Eigenleben entwickelten. In Norwegen kam es soweit, dass Black Metal Gruppen mehr und mehr mit Gewalttaten, Brandstiftung an Kirchen und dementsprechend Satanismus in Verbindung gebracht und somit von den Medien bis heute als jugendgefährdend stigmatisiert wurden. Aaron Aites und Audrey Ewell wollen mit ihrer Dokumentation „Until the light takes us“ einen Blick auf die Szene, die Geschehnisse der damaligen Zeit und den persönlich damit verbundenen Schicksalen geben.

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The Doors - When You’re Strange

Autor: Juliane 0 Kommentare

Eigentlich herrscht ja zur Zeit ein absoluter Beatles-Hype mit mehreren Filmen im Anlauf, beziehungsweise im Gespräch. Schön, dass man sich etwas Ablenkung mit dieser großartigen Dokumentation gönnen kann.

Erzählt von Johnny Depp zeigt die Doku bisher unveröffentlichtes Material der Band von den Anfängen 1965, bis zum mysteriösen Tod Morrissons 1974. Vor allem das Zusammenleben und -Wirken der Band wird in den Aufnahmen deutlich gemacht, deren kreatives Schaffen nicht allein durch Jim Morrisson bestimmt wurde, sondern durch die Zusammenarbeit aller Bandmitglieder.
Selbst Aufnahmen aus der Filmschule in der sich Morrisson und Keyboarder Ray Manzarek (der übrigens den Hit “Light my Fire” schrieb) befinden sich im Filmmaterial und geben so einen intimen Einblick in eine der wichtigsten Bands der Rock’n Roll Geschichte wieder.

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Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte - Michael Moore’s Feldzug geht weiter

Autor: Juliane
6 Nov
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Als liberal denkender Mensch weiß man wirklich nicht, was man mit Michael Moore machen soll. Obwohl seine Botschaften sehr wohl Sinn ergeben und man seiner Meinung ist, sind die Mittel, mit denen er sie rüber bringt, so fragwürdig und unglaubwürdig, wie die der Opposition.

Mit “Roger & Me” startete Michael Moore seinen Feldzug gegen große Firmen, die dunkle Seite des Finanzmarktes und die Schicksale der Arbeiterklasse. Mit seiner neusten Dokumentation will er dort weiter machen, wo er damals aufgehört hat.
Im Rahmen der Finanzkrise seit 2007 arbeitet sich Moore durch Familien, die aus ihren Häusern geschmissen werden, weil sie ihre Kredite nicht zahlen konnten, die Rolle der Wall-Street und “private” Gefängnisse.
Dabei ist er wie gewohnt amüsant, informativ und sehr eklektisch, mit etlichen Filmclips, Interviews und einem besorgt aussehenden Michael Moore alle paar Minuten.
Natürlich ist es gut, dass Leute wie Michael Moore existieren, da ihre simplifizierte Erklärung von offensichtlichen, aber oftmals komplizierten Problemen gerade für Leute, die nicht den Einblick in Finanzen, Politik und Wirtschaft haben, geeignet ist. Aber wenn man seine Dokumentationen kennt, dann wird es auch schnell ermüdend, wie wenig Fakten Moore benutzt und stattdessen weinende Muttis und Kinder, sarkastische und äußerst subjektive Geschichten und lustige Videoclips verwendet, um die Leute von seiner Meinung zu überzeugen.

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Encounters at the End of the World - Werner Herzog

Autor: Fin 0 Kommentare

Werner Herzog pendelt immer wieder zwischen Spielfilm, Autorenkino und Dokumentation. Sein neuestes Werk wurde jetzt in die Shortlist für die Oscar-Nominierungen aufgenommen.

Werner Herzog Oscar © Flickr/erinc salorAus 94 Dokumentarfilmen wurden am Montag, den 17. November 15 Filme ausgewählt, aus denen die fünf Nominierungen in der Kategorie “Documentary Feature” bei den 81. Academy Awards (”Oscar”) 2009 hervorgehen werden. Die Oscar-Verleihung wird am 22. Februar 2009 stattfinden, genau einen Monat vorher werden die fünf Kandidaten bekannt gegeben.

Sich gegen so viele Mitbewerber durchzusetzen ist keine leichte Aufgabe, doch zeichnen sich Herzogs Dokumentationen durch ihre eigensinnige Erzählstruktur und gerade auch durch den subjektiven Blick des Regisseurs aus. Diese spezifischen Merkmale könnten ihm helfen, sich von den anderen potentiell nomierten Filmen abzusetzen. Sie könnten aber auch die Hoffnung auf den begehrten Preis durch ihre Eigenwilligkeit zerstören.

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Neustarts im Kino am 31. Juli

Autor: Fin 0 Kommentare

Heute gilt zwei Filmen ein besonderes Augenmerk, die aus der Riege der Neustarts im Kino herausstechen: Animals in Love und 39,90.

Animals in Love

Animals in Love oder auch das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Tiere in der Paarungszeit ist ein faszinierender Dokumentarfilm, in dem hemmungslos gebalzt, geschnäbelt, geträllert und geturtelt wird. Dabei sind Tiere wahre Paarungsstrategen, die in ihrer eigenwilligen Art und Weise balzen, erobern und lieben. Laurent Charbonnier bringt genau diese eigenwilligen Liebesspiele zahlreicher Säugetiere, Amphibien, Insekten und Vögel in einer sehr unterhaltenden Dokumentation auf Zelluloid. Dabei sind die Tiere in ihrer Suche nach einem Sexualpartner nicht nur sehr einfallsreich, sondern manchmal auch recht ungestüm. Animals in Love ist eine komische und ironische Dokumentation des tierischen Liebeslebens. Und der Mensch kann sich hierbei noch so einiges abschauen.

39,90

Die bitterböse Satire des Regisseurs Jan Kounen gibt tiefe Einblicke in eine Welt, die verlogener und irrealer nicht sein kann. Das ist die Werbewelt, in der alles käuflich ist. Und Octave Parango gehört dieser Welt an. Er arbeitet für eine der weltgrößten Werbeagenturen und ist einer der kreativsten und genialsten Texter der Werbebranche. Octave Parango scheint alles zu haben: Talent, Geld, Frauen. Arrogant und egoistisch, führt er ein exzessives Leben aus Kokain, Alkohol und Frauen. Doch als er seiner großen Liebe Sophie begegnet, und wieder verliert, beginnt er an seinem oberflächlichen Leben und der scheinheiligen Werbewelt zu zweifeln. Und daher will er sich aus der zynischen Werbewelt auf seine eigene Art und Weise befreien. Die schwarze Komödie, die auf dem gleichnamigen Beststeller von Frédéric Beigbeder basiert, ist ebenso wenig subtil wie die Werbung selbst. Die Heuchelei und der Zynismus der Werbewelt sind zwar überspitzt dargestellt, sind jedoch die Realität.

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Neuerscheinungen im Kino ab 05.06.2008

Autor: Fin
4 Jun
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„Ein verlockendes Spiel“ - “Leatherheads“

Darauf hat die Frauenwelt sicher gewartet – wieder ein neuer Streifen mit George Clooney, der auch Regie geführt hat, zu bewundern. In der romantischen Komödie zu Zeiten der Goldenen Zwanziger Jahre und ist viel mehr als nur ein antiker Film. Es geht um einen begnadeten Footballspieler im Jahre 1925, der alles hat, was man sich nur wünschen kann. In dem Film spielt ebenso Renée Zellweger, eine Reporterin verkörpert und über die sportlichen Highlights berichtet.
Die beiden Hauptdarsteller liefern sich einen amüsant verbalen Schlagabtausch und verleihen dem Film eine spezielle Note, denn sonst würde es wahrscheinlich eher wie ein antiker Sportfilm erscheinen. Der smarte Schauspieler George Clooney sorgt sicher für zahlreiche Kinobesucher.


„Cassandras Traum“ - “Cassandras Dream“

In dem neuen Woody Allen Film agieren Colin Farrell und Ewan McGregor als Brüder und sind die netten Jungs von nebenan. Der Regisseur hat den Schauplatz des Geschehens erneut nach London gelegt, was ihm mit bisherigen dort gedrehten Filmen Glück gebracht hatte.
Es ist die Geschichte zweier Männer die sich ein besseres Leben erhoffen, nur der Preis des Aufstiegs kann ihnen zum Verhängnis werden. „Cassandras Traum“ bezieht sich auf die antike griechische Seherin und ihre Visionen, die auch sie selbst ins Verderben stürzten. Die Brüder haben ihrem Segelboot eben genau diesen antiken Namen gegeben und ahnen nicht, was das für Folgen haben könnte.
Der Krimi von Woody Allen verspricht viel Tiefgang und brilliert durch seine Schauspieler.


“Lenin kam nur bis Lüdenscheid”

Mal kein großer Hollywood Streifen, sondern deutsche Handwerkskunst. Die Kindheitserinnerungen von Richard David Precht werden zum Mittelpunkt des Film und beschreiben, wie sie eine Familie aus Solingen an die damalige Zeit erinnert. Wie sich die Menschen aus Lüdenscheid das Leben im Osten vorgestellt haben und liefert ein etwas anderen Blick auf die ehemalige DDR – aus Sicht von „außerhalb“. Der Dokumentarfilm von Richard David Precht zeigt mit teils ironischen Ansichten das Leben in Lüdenscheid und lässt die Geschichte in dokumentarischer Weise Revue passieren. Eine sehr gelungene Arbeit, die bei vielen sicher auch ein paar Erinnerungen weckt, ob nun aus Sicht von „Ost oder West“.

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“Jesus Camp” Gottes kleine Soldaten

Autor: Fin 0 Kommentare

Eine wachsende Zahl von US-Amerikanern gehört einer evangelikalischen Gemeinschaft an; auch Präsident George Bush. Evangelikale nehmen die Bibel wörtlich, leugnen die Evolution, hetzen gegen Schwule und Abtreibung. Ich will ihnen nicht unterstellen, dass sie bewußt boshaft wären, aber naiv sind sie allemal. Problematisch wird diese kuriose Erscheinung aufgrund ihres wachsenden politischen Potenzials.

Wie alle anderen - die Pfadfinder etwa, die Katholiken, die Protestanten, die Fußballer etc. - veranstalten auch die Evangelikalen idyllische Sommerlager für ihre Kinder. Der Dokumentarfilm “Jesus Camp” von Heidi Ewing und Rachel Grady begleitet die Predigerin Becky Fisher, die seit 2001 in North Dakota das “Kids on Fire”-Camp veranstaltet. Naja: Veranstaltet hat. Denn seit “Jesus Camp” in den USA Furore gemacht hat, hat das Sommerlager nicht mehr stattgefunden.

Warum? Sehen Sie sich den Film an. Er bietet einen vorzügliche Anleitung zur Indoktrination von Kindern. Die rhetorisch geschickten Prediger schaffen es, die Kinder (die zumeist im Hausunterricht lernen) voll und ganz auf ihre Linie einzustimmen. An einer Stelle des rund neunzigminütigen Films rechtfertigt Fisher ihre Strategie: Die “Feinde” des Christentums machen es ja genauso - bloß, dass man in deren Ferienlagern den Kindern das Schießen mit Schnellfeuergewehren und das Werfen von Handgranaten beibringt. Ein paar Minuten später erklären zwei bestenfalls zehnjährige Kinder, wie toll sie es finden, dass christliche Soldaten ganz ohne Angst den Märtyrertod sterben können.

Wie klein die Welt doch ist.

Freilich, einen nüchternen Dokumentarfilm haben Ewing und Grady nicht gedreht. Dennoch ist er unbedingt sehenswert - gerade in einem Jahrzehnt, da immer wieder davor gewarnt wird, das einundzwanzigste Jahrhundert könnte noch einmal ein Jahrhundert der religiösen Kriege werden. Ekkehard Knörrer nennt den Film “gesellschaftlich relevant” - und hat völlig recht. Denn auch Europa ist keine Bastion des aufgeklärten Humanismus.

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