Kino, neue Filme & Schauspieler

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Kommt Jurassic Park 4 nun doch nicht in die Kinos?

Autor: Andreas 5 Kommentare

Es gab bisher viele Spekulationen und Diskussionen zum Thema “Jurassic Park 4″. Wie würde der neue Titel lauten, welche Schauspieler sind dabei, worum geht es eigentlich im vierten Teil des Dino-Abenteuers? Doch nun scheint der Film durch einen tragischen Todesfall endgültig auf Eis gelegt.

Die Dinos sind bald wieder da, oder etwa doch nicht? © flickr / jayceeloop

Steven Spielberg gelang 1993 ein Meisterstück mit seinem Film “Jurassic Park“. Absolut echt wirkende, computeranimierte Dinosaurier liefen über die Leinwand. Von der Umsetzung war dies sicherlich sein bester Film. Basiernd auf dem Abenteuerroman von Michael Crichton “Dino-Park” wurde der Film in den 90ern zum Kassenschlager. Ein Forschungsunternehmen züchtet Dinosaurier und stellt sie zur Schau. Eine gruslige Vorstellung, wie es die ersten Gäste am eigenen Leib zu spüren bekamen. Die Dinos brechen aus und machen alles platt, was ihnen in den Weg kommt.

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Harry Potter und der Halbblutprinz kommt 2009 in die Kinos

Autor: Andreas
3 Dez
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Der sechste Film, basierend auf den Fantasy-Romanen von Erfolgsautorin Joanne K. Rowling, auf den die Fans sehsüchtig warten, kommt höchstwahrscheinlich im Frühjahr des nächsten Jahres in die Kinos. Harry erkundet zusammen mit Dumbledore die Vergangenheit des dunklen Zauberers Lord Voldemort. Für alle, die es nicht abwarten können gibt es natürlich schon einen Trailer.

Harry Potter und Freunde © flickr / ND or not ND

Nach Harrys Rückkehr an die Hogwarts-Schule erhält er Privatunterricht bei seinem Direktor Albus Dumbledore. Gemeinsam versuchen sie in Lord Voldemorts Vergangenheit einzutauchen. Als besonders wichtig erweisen soll sich der neue Zaubertränke-Lehrer Horace Slughorn. Unter Letzterem entwickelt sich Harry merkwürdigerweise zu einem Zaubertrank-Genie, was auch an dem Buch eines gewissen “Halbblutprinzes” liegen könnte, welches Harry in die Hände fällt.

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Kinostart 2009 – „Harry Potter und der Halbblutprinz“ verschoben

Autor: Christophe 1 Kommentar

Harry Potter flickr ©Thiru Murugan

Erst vor ein paar Tagen haben wir den geneigten Lesern von Cinematalk den neue Potter-Film etwas näher vorgestellt. Der sechste Teil des Zauberlehrlings sollte eigentlich im November in den deutschen Kinos zu sehen sein. Jetzt haben sich die Verantwortlichen aber beschlossen den Kinostart von „Harry Potter und der Halbblutprinz“ auf den 17. Juli 2009 zu verlegen.

Die Ursachen für die Verschiebung liegen in erster Linie im finanziellen Bereich. Man verspricht sich vom späteren Kinostart einen größeren Zuschauerzuspruch durch Familien und kann andererseits die Produktion noch ein wenig aufwerten, da der Streik der Drehbuchautoren für erhebliche Zeitverschiebungen verantwortlich war.
Die Verfilmung des letzten Harry Potters von J.K. Rowling soll in zwei Teilen vonstatten gehen, die dann jeweils 2010 und 2011 in den Kinos zu sehen sein werden. Der Zweiteiler soll im Deutschen den Titel “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes” tragen.

Die Fans von Harry Potter müssen sich also noch ein wenig gedulden, bis sie den neuesten Teil zu Gesicht bekommen. Generell beflügelt es die Phantasie weit mehr, wenn man sich den Roman in schriftlicher Form zu Gemüte führt. Auf dem Gebiet der Belletristik hat der Leser noch immer die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild von der Welt des Zauberschülers zu schaffen.

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Harry Potter und der Halbblutprinz

Autor: Fin 3 Kommentare

Man kann ihn lieben oder hassen - schwierig ist es, etwas objektives über einen Harry-Potter-Film zu schreiben. Schließlich hat die Serie um den “Voldemort!” schreienden Zauberlehrling die Menschheit fein säuberlich in “Fans” und “Verächter” aufgeteilt.

Beim sechsten Teil der Harry Potter Reihe hat, wie schon beim “Orden des Phönix”, Regisseur David Yates das Szepter geschwungen.

Die Hauptdarsteller sind Potter-Fans bekannt: Daniel Radcliffe, Rupert Grint und Emma Watson spielen Harry Potter, Ron Weasley und Hermione Granger. Der alte Magier Dumbledore wird erneut von Michael Gambon dargestellt.

Im “Harry Potter und der Halbblutprinz” geht es mal wieder darum, den bösen Zauberer Voldemort zu bekämpfen. Die Zuschauer werden auf den Abschluss der Serie eingestimmt, bevor es dann 2010 (2011) mit dem 2-teiligen 7. Band der Serie und dem zugehörigen Film nochmal richtig zur Sache geht.

Mir persönlich gefallen Harry Potter Filme nicht besonders - hat man einen gesehen, kennt man sie alle. Das altkluge Geschwafel der schon lange nicht mehr kindlichen Protagonisten nervt, die Handlungsstränge sind immer die gleichen - einzig Quidditch, eine Mischung aus Football und Polo auf Hexenbesen, finde ich witzig. Trotzdem - für Fans sind die Filme natürlich sehenswert, für die habe ich auch den Trailer angehängt.

Übrigens sind die neueren Harry Potter Filme nichts mehr für kleine Kinder - zur Zeit wird gerade über eine Altersfreigabe ab 12 oder ab 16 nachgedacht.

Erscheinungsdatum: 20. November 2008

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Filmneustarts am 07. August

Autor: Fin
7 Aug
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Die Mumie - das Grabmal des Drachenkaisers

Dieser Film wurde von mir ja schon mal angeteasert. Live und in Farbe wird er allerdings die Erwartungen nicht erfüllen. Durchgehend schlechte Kritiken, nur noch Bruchstücke des Original-Casts und ansonsten sowieso bestenfalls ein Aufguss der Teile 1 und 2. Leute, die auf gute Special Effects stehen, gehen trotzdem rein und nehmen ordentlich Popcorn mit. Außerdem ist Brandon Fraser immer noch kein richtiger Abenteuerheld.

Küss mich bitte

Der Originaltitel Un petit baiser ist wie immer treffender - im Film geht es um einen harmlosen Abschiedskuss, der verweigert wird. Daraus entspannt sich eine gute Komödie, die den nötigen Tiefgang mit der nötigen Leichtigkeit paart und so für abendfüllende Liebes-Unterhaltung sorgt. Wer mal wieder so richtig im Gefühls-Frankreich schwelgen möchte, dem sei dieser Film wärmstens ans Herz gelegt!

Factory Girl

Ein amerikanisches Bio-Pic über Edie Sedgewick, die Muse von Andy Warhol. Sie war in den 60ern eine sehr angesagte Frau und sorgte mit angeblichen Affären mit Jim Morrisson und Bob Dylan für Bewegung in der New Yorker Künstlerszene. Der Film wird ihr jedoch weder ihr, noch New Yorks Künstlern gerecht. Ein etwas mutigeres Skript mit weniger Klischees hätte hier gut getan.

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Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers (ab 07.08. in den deutschen Kinos)

Autor: Fin 2 Kommentare

The mummy is really back! Nach den großen Erfolgen „Die Mumie“ und „Die Mumie kehrt zurück“ geht das Abenteuer weiter. Im August kehrt die Mumie auf die deutschen Kinoleinwände zurück. Und der Trailer lässt fulminante Actionsequenzen und lässigen Wortwitz versprechen.

„Das Grabmal des Drachenkaisers“ führt die Archäologenfamilie O’Connell in das alte China. Der zweite Weltkrieg scheint überwunden zu sein, da kündigt sich eine neue Schreckensherrschaft an. Denn Alex (Luke Ford), Sohn von Rick (Brendan Fraser) und Evelyn (Maria Bello), entdeckt bei seinen Ausgrabungen das Grab des Drachenkaisers. Eine Zauberin belegte den einstigen chinesischen Herrscher und seine Armee mit einem Fluch. Und nun soll der Drachenkaiser (Jet Li) und seine Armee nach 2.000 Jahren wieder aus dem Reich der Toten geholt werden, um erneut über China zu herrschen. Die Jagd auf die Mumie beginnt.

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Neu im Kino: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Autor: Christophe Braun 1 Kommentar

Viel ist im Voraus geschrieben worden über das neue Abenteuer des Mannes mit dem Hut - und groß scheint die Enttäuschung im Nachhinein. Aber ganz so schlecht, wie es die Feuilletons glauben machen wollen, ist “Indiana Jones 4” auch wieder nicht.

Angesichts der gewaltigen medialen Resonanz, die dem Film zuteil wurde, scheint es gerechtfertigt, ihn in einer anderen Kategorie anzusiedeln als die Sequels des vergangenen Jahres - “Die Hard 4.0″, “Rocky V” und “John Rambo”: Die waren zwar insgesamt ganz erfolgreich, zogen aber weit weniger Aufmerksamkeit auf sich als das neueste Abenteuer des peitscheschwingenden Archäologen.

Warum? Ganz einfach: Dr. Henry Jones jr. alias Indiana ist mit seinem ersten Leinwandauftritt - “Jäger des verlorenenen Schatzes“, 1981 - unmittelbar zum Zentrum eines popkulturellen Mikrokosmos geworden. Um die - im Übrigen von George Lucas und Steven Spielberg auf einem gemeinsamen Hawaiurlaub ersonnene - Figur des tollpatschigen Abenteurers entstand ein ganzes Universum aus Filmen (neben den drei Harrison-Ford-Streifen auch die erfolgreiche “Young Indiana Jones”-Serie mit River Phoenix), Computerspielen, Comics und Romanen, deren Beliebtheit auch knapp dreißig Jahre nach Entstehung der Figur nicht abzureißen scheint.

Kein Wunder also, dass das mediale Interesse am Popkultur-Phänomen Indiana Jones höher ist als an dem verkrachten Vietnam-Veteranen mit der gruseligen Frisur. Kein Wunder ebenfalls, dass die Herren Lucas und Spielberg es nochmal wissen wollten und, 19 Jahre nach Indies letztem Leinwandauftritt, mit “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” versuchen, die Deutungshoheit über ihre cocktailgeborene Jugendfantasie wiederzugewinnen.

“George Lucas, hör auf uns wehzutun!”, soll ein Kritiker gestöhnt haben, als er die Vorführung in Cannes in der vergangenen Woche verfrüht verließ. Tatsächlich leistet sich der Film ein paar unverzeihliche Fehler - etwa Indies vermeintlichen Sohn, der als Identifikationsfigur “für die ganze Familie” (arrrgghh!) eingebaut wurde und sich mal eben als fleischgewordene Tarzan-Imitation lianenweise durch den Dschungel zu schwingen versteht - da wünscht man sich den diabolischen Khali-Hohepriester aus dem “Tempel des Todes”, auf dass er mit dieser familientauglichen Unterhaltung ein für allemal Schluss mache. Herr Spielberg wird auf seine alten Tage immer lauer. Auch nicht überzeugender ist der Dialogwitz - es gibt keinen. Oder, praktisch keinen: Keren Ann als Marian sorgt immerhin für einen komödiantischen Lichtblick; aber ihre Szenen sind viel zu kurz.

Das waren die Kritikpunkte. Als eingefleischter Indiana-Jones-Fan kann ich mich aber nicht überwinden, den Film jetzt einfach für schlecht zu erklären. Schlecht ist er nämlich nicht; er ist nur ein bisschen … unbeholfen. Das Computerspiel wird besser!

Und, so grausam und blasphemisch das klingen mag: Es hätte womöglich gutgetan, wenn Spielberg und Lucas sich zurückgehalten hätten; denn nicht alles, was sie anfassen, wird (Kassen-)gold.

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Nietzsche hat den Fortsetzungswahn erfunden

Autor: Fin 0 Kommentare

Nietzsche erfand die Idee der Ewigen Wiederkehr; aber erst Hollywoods Blockbuster-Kino machte uns Normalsterblichen klar, was damit gemeint sein könnte. Und besonders die drei “Zurück in die Zukunft”-Filme machten sich um das breite Verständnis von Nietzsches trostloser Philosophie verdient: Alles ist bereits passiert, alles passiert, alles wird wieder passieren.

Gewiss, böse Zungen könnten behaupten, dass den Drehbuchautoren gar nicht viel daran gelegen war, das Kinopublikum mit dem Gedanken der Ewigen Wiederkehr vertraut zu machen, sondern dass man einfach eine Story, die bereits funktioniert hatte, recyclen wollte … aber solch verleumderischen Tiraden schließe ich mich nicht an. Nein, ich sage sogar mehr, Hollywoods Studiobosse sind Philosophen.

Ich hatte vor Kurzem das Vergnügen, den dritten Teil der “Zurück in die Zukunft“-Filme wiederzusehen, nach mehr als zehn Jahren. Das letzte Mal muss ich noch zur Grundschule gegangen sein, und ich wage kaum, mir auszumalen, wie ich damals vor lauter Spaß Purzelbäume geschlagen und gekreischt haben mag. Bei erneuter Sichtung der Abenteuer von Marty und Doc Brown wollten sich dergleichen Zustände aber partout nicht einstellen.

Der Film hat den Charme einer Kaugummiblase, die zwar einen Moment lang schön anzusehen ist - jedenfalls, wenn man schrill-rosa Chemiefasern mag -, kurz darauf aber unweigerlich zerplatzt und sich auf dem Gesicht des Bläsers verteilt. “Zurück in die Zukunft Teil III” platzt ziemlich schnell. Die Geschichte: Gleicht der der ersten beiden Teile. Die Figuren: Dieselben. Immerhin gibt’s eine Art Liebesgeschichte, aber die ist albern.

Kurzum: Ein überflüssiger Film; immerhin nicht ganz so hirnlos wie aktuelle Fortsetzungsorgien, aber auch nicht viel besser.

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Vaniers Reality-docu-fiction-soap-drama-reportage-film

Autor: Fin
8 Feb
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Nicolas Vanier ist Abenteurer, Schriftsteller, Umweltaktivist. Sein Film “Der letzte Trapper” ist ein unglückseliger Zwitter.

Berühmt wurde der 1962 im Senegal geborene Franzose für seine Reisen durch arktisches Gebiet und Sibirien. Seine Bücher, die in schöner Regelmäßigkeit alle zwei Jahre erscheinen, reißen mit ebenso schöner Regelmäßigkeit Millionen Leser mit und sensibilisieren sie für die Probleme der nordischen Weltregionen. Mehrere von Vaniers Expeditionen wurden mit der Kamera dokumentiert; dabei sind einige sehenswerte Dokumentarfilme entstanden.

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, ehe Vanier selbst das Filmemachen als adäquates Ausdrucksmittel seiner Passionen entdecken würde - immerhin war er von gewöhnlicher Reiseliteratur schon zum Roman und zum Dokumentarfilm (mit einem Abstecher ins Kinderbuch) gelangt.

Der letzte Trapper” ist das Ergebnis dieser ersten eigenständigen Filmarbeit Vaniers - und stellt sich als merkwüriger Hybrid dar: Vanier hat sich Norman Winther, einen Trapper aus dem Yukon-Gebiet unterhalb der Rocky Mountains, zum Thema gewählt. Aber statt einen Dokumentarfilm über Winthers Leben zu machen, lässt Vanier den Trapper, seine Lebensgefährtin und alle möglichen anderen - realen - Personen mehr oder weniger fiktive Szenen nachspielen. Wohlgemerkt: Er dreht nicht (wie, beispielsweise, der grandiose “City of God”) einen Spielfilm mit Laiendarstellern. Denn keine der auftretenden Personen spielt etwas anderes als sich selbst. Auch gelingt ihm kein eigenständiger Spielfilm, dessen Epizentrum die Natur selbst wäre - wie beispielsweise Sean Penns “Into the Wild“, der in den letzten Tagen in den deutschen Feuilletons frenetisch gefeiert wurde.

Diese Konstellation erzeugt beim Zuschauen ein leichtes Unwohlsein. Man kommt nicht umhin, sich zu fragen, welche Szenen sich wohl tatsächlich so abgespielt haben könnten, und welche Szenen vollständig dem Drehbuch Vaniers entstammen. Zum Großteil zeigt der Film alltägliche, unspektakuläre Dinge - den Bau einer Holzhütte, das Fallenlegen, die Jagd. Man könnte die pseudo-dokumentarische Herangehensweise hier verschmerzen; ein Dokumentarfilm wird ja auch dramaturgisch zurechtgeschnitten, und auf viel mehr würde es ja nicht herauslaufen. Vorausgesetzt, es bliebe bei den alltäglichen Szenen. Aber zwei Episoden haben so offensichtlich fiktiven Charakter, dass sie die Toleranz des Zuschauers arg in die Bredouille bringen: Einmal wird der Lieblingshund des Trappers überfahren, und die Szene ist so phantastisch zusammengeschnitten, dass es einfach überhaupt nicht mehr “echt” wirkt (und man sich unwillkürlich fragt: Starb denn ein Hund, oder nicht? Ist das wirklich der Hund des Trappers Norman Winther, oder ist es ein dressierter Hund? Ist diese Episode wahr, stellt sie eine wahre Episode nach, oder ist sie nur um der Dramturgie Willen eingefügt?) Ein andermal bricht der Trapper mit seinem Hundeschlitten auf einem zugefrorenen See ein und wird von den Hunden gerettet, wobei die Kamera ihm auch ins Eiswasser folgt.

Natürlich wusste Vanier, was er tat. Und natürlich wusste er um die Vor- und Nachteile des Dokumentar- wie des Spielfilms. Vermutlich würde er sagen, dass sein geskripteter Film mit den aufwändigen Kamerafahrten und der relativ einfachen Erzählweise die Zuschauer unmittelbarer anspricht, als ein Dokumentarfilm - gleichen Inhalts - das täte. Ich weiß es nicht.

Der letzte Trapper” ist deshalb trotzdem sehenswert; wer weiß, vielleicht hat er ja als Genrehybrid sogar filmgeschichtlichen Wert. Verzeihen Sie mir also, wenn ich ihn zwei Rubriken zuordne: Dokumentation, und, naja, Abenteuer eben.

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Walden, Teil zwei.

Autor: Fin
7 Jan
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Im August 1992 wurde die Leiche Chris McCandless’ in einem verrosteten Bus in den Wäldern Alaskas gefunden. Sean Penns Adaption von Jon Krakauers Tatsachenroman “Into the Wild” kommt nun ins Kino.

Zuletzt führte Penn im Jahr 2001 Regie bei dem abgründigen Krimi “Das Versprechen” mit Jack Nicholson. Sein neues Werk, das Aussteiger-Drama “Into the Wild“, startet am 31. Januar in deutschen Filmsälen.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller des amerikanischen Reporters Jon Krakauer, der die (wahre) Geschichte eines jungen Mannes erzählt, der sich aller Habe entledigte, zwei Jahre durch die Vereinigten Staaten trampte und schließlich zu seinem letzten, großen Abenteuer in die Wildnis Alaskas aufbrauch - ein Abenteuer freilich, das er nicht überlebte.

Krakauer lässt die Frage, ob der junge Chris McCandless (im Film dargestellt von Emile Hirsch) als idealistischer Aussteiger oder als naiver Träumer zu betrachten ist, bewusst offen. Penn dagegen zeigt deutlich Sympathien für McCandless - was dem Roadmovie aber keinesfalls schadet. Er fügt der Geschichte einige Elemente hinzu, und dichtet sie um zu einem Hohelied auf individuelle Freiheit und das Recht auf Ideale. Durch den Film weht der Geist großer Außenseiter der amerikanischen Literatur, von Mark Twain über Jack London bis zu Jack Kerouac.

Der Regisseur forscht in McCandless’ Odyssee nach einer anderen, individualistischen Tradition Amerikas, jenseits des Fahnenpatriotismus. Filme dieser Art sind selten, gehören aber oftmals zu den Perlen im Werk ihrer Regisseure - Robert Redfords “Aus der Mitte entspringt ein Fluss” (1992) etwa, oder Edward Zwicks “Legends of the Fall” (1994).

Sean Penn gelingt es, in der Geschichte des Aussteigers McCandless nicht nur den Zauber der Wildnis, sondern auch eine besondere, intime Seite der amerikanischen Seele einzufangen. Ein Film von schmerzhafter Schönheit.

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