So neu ist das Konzept eigentlich nicht, neben dem kontroversen “Kick-Ass” und dem leider viel zu unbekannten “Special” reiht sich nun ein weiterer Film über Superhelden in der realen Welt ein. Wie in allen anderen Filmen, bleibt einem da das Lachen im Halse stecken.

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Frank D’Arbo (Rainn Wilson) ist einer der langweiligsten Menschen der Welt, aber irgendwie glücklich, denn er hat seine wunderschöne Frau Sarah (Liv Tyler) und er hat die Erinnerung an den Tag, als er einem Polizisten beim Fassen eines Diebes geholfen hat. Als Sarah ihn wegen eines Drogendealers (Kevin Bacon) verlässt, besinnt Frank sich auf diese Erinnerung und will als Superheld für Recht und Ordnung auf den Straßen sorgen und Sarah retten. Ein Mangel an Superkräften steht da teilweise im Weg, aber wozu gibt es Brecheisen…
Das bitterböse Comedy-Drama ist sehr viel weniger aufwändig als “Kick-Ass”, so dass die Gefühle der Charaktere zumindest anfangs nicht unter dem Bombast des Filmes vergraben werden, wenn es um die Brutalität und andere Schweinereien geht, steht “Super” dem Kinohit jedoch in nichts nach, sondern weiß hier und da noch zu toppen. Besonders das erbärmliche Leben Rainns ist so schmerzhaft gezeichnet, dass man die Abwechslung in der sinnlosen Gewalt in der ersten Hälfte geradezu genießt. Besonders hervor zu heben und vorwiegend als “Comical Relief” tätig, ist Ellen Page als Comicladen Angestellte, die als Franks Sidekick noch ein wenig destruktiver an die Sache heran geht.
Das Drama, das immer mal wieder offensichtlich wird, geht am Ende leider etwas unter allzu viel Action und Extremen unter, so dass die Botschaft des Filmes besonders in der letzten Szene ein wenig hölzern und herbei gezogen wirkt. Das konnte “Special” mit einem zu Herzen gehenden Michal Rapaport sehr viel besser, zumal dort die endlose Gewalt letzten Endes auch nicht so sehr vom Geschehen distanziert hat, dass man sich nicht mehr mit den (Anti-)Helden identifizieren konnte. Besser, als so mancher Blockbuster ist “Super” dennoch, weshalb hoffentlich bald ein deutsches Release Datum fest gelegt wird.

Regie und Drehbuch: James Gunn
Darsteller: Rainn Wilson, Liv Tyler, Ellen Page, Kevin Bacon, Nathan Fillion
Musik: Tyler Bates

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