Endlich darf Russell Crowe mal wieder in einem Film spielen, in dem er tatsächlich auch schauspielern muss. Wir hatten ja fast vergessen, wie gut er das kann.

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Stephen Collins (Ben Affleck) bricht im Fernsehen in Tränen aus, nachdem er den Tod einer Kollegin verlautet hat. Natürlich stürzen sich die Medien sofort auf den verheirateten Mann, der anscheinend eine Affäre mit der jungen Dame hatte. Sein ehemaliger Zimmernachbar Cal McAffrey (Russell Crowe) und Journalist bei einer angesehenen Zeitung versucht ihm so gut wie möglich zu helfen und stösst dabei auf einen viel größeren Skandal, der weitreichende Folgen hat und bis ganz nach oben geht.
State of Play ist mal wieder ein politischer Thriller, der sich vorwiegend um üble Machenschaften, finstere Wirtschaftsmogule, die Hintergründe des Krieges und Mord und Totschlag dreht.
Das Alles allerdings aus Sicht einer Nachrichtenzeitung, die selbst nicht mit den saubersten Methoden arbeitet und daher die Grenze zwischen Gut und Böse wunderbar schwammig lässt.
Dass man Ben Affleck mittlerweile lieber auf dem Regiestuhl als vor der Kamera sehen würde, ist wohl seit “Gone Baby Gone” klar, allerdings schlägt er sich gut und sowieso, auch wenn die Besetzung mit Ellen Mirren als Chefredakteurin und Rachel McAdams als engagierte Nachwuchsreporterin gut besetzt sind, ist es vor allem Russell Crowe, der mit seiner Darstellung als schwer durchschaubarer Starjournalist immer wieder in den Vordergrund rückt.
Der Film ist ob seiner Länge dennoch spannend und auch wenn die Story scheinbar ein alter Hut ist, ist sie so gut erzählt, dass man sie sich gerne noch einmal anschaut, ab dem 18.6. im Kino.