Im Geek-Deutsch ist ein Source Code das, was IT Spezialisten schreiben, wenn sie Computerprogramme entwickeln, quasi ein Text, den sie in den Computer eingeben und der am anderen Ende als gut funktionierendes Programm heraus kommt.

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Im Film wird Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) Teil eines Source Codes, indem er die letzten 8 Minuten eines Passagiers eines Zuges immer und immer wieder erlebt, der von Terroristen in die Luft gesprengt wurde. Angeblich soll Colter heraus finden, wer hinter dem Anschlag steckte und wie man einen neuen Anschlag verhindern kann, doch nach und nach kommen Colter Fragen, ob das wirklich alles ist, was er tun soll und kann.
Auch wenn es immer wieder schade ist, wenn ungewöhnliche Schauspieler Independentfilme aufgeben, um in Actionfilmen mit zu spielen (siehe Tobey McGuire, Shia LaBoef, etc.), ist Gylenhaal jedoch überzeugend und mitreißend in der Rolle des Agenten und auch das Drehbuch kann mithalten, tritt also nicht in das Fettnäpfchen des intellektuellen Thrillers, der zu sehr zu Gunsten der Massen verwässert wurde.
Ben Ripley hat ein kompaktes und komplexes Drehbuch geschrieben, das rasant verfilmt wurde, heißt also auch, dass man lieber nicht zwischendurch auf Toilette gehen sollte, denn dann kann man schnell inhaltlich aus der Bahn geworfen werden. Kein Wunder, Regisseur Duncan Jones kennt sich aus mit kompliziertem Filmmaterial, hat er doch zuletzt den großartigen Science Fiction Thriller “Moon” ins Kino gebracht. “Source Code” ist demnach unbedingt empfehlenswert, wenn man sich nicht nur berieseln lassen möchte.

Ab dem 2.6.2011 im Kino

Regie: Duncan Jones
Drehbuch: Ben Ripley
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Michelle Monaghan, Vera Farmiga
Musik: Chris P. Bacon