Mit dem Film Somewhere wurde der Regisseurin und Oscargewinnerin Sofia Coppola eine hohe Ehre zuteil. Die Jury des 67. Filmfestivals in Venedig zeichnete die Tragikomödie als den besten Beitrag aus.

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Neben Stephen Dorff ist die Newcomerin Elle Fanning in dem Film zusehen, die bereits neben Hollywoodgrößen wie Denzel Washington und Val Kilmer in Filmproduktionen mitspielen durfte.

Somewhere – Thematische Weiterführung von Lost in Translation

Mit Lost in Translation hatte Sofia Coppola 2003 einen Überraschungshit abgeliefert, der eine Vielzahl an Auszeichnungen erhielt. Mit ihrem aktuellen Film knüpft die Tochter von Francis Ford Coppola an ihre Oscargekrönte Geschichte von 2003 an.

Johnny Marco (Stephen Dorff) ist ein beliebter Hollywood-Star, der im legendären Hotel Chateau Marmont in Los Angeles verweilt. Die Zeit vertreibt er sich dort mit schönen Dingen wie hübschen Frauen, schnellen Autos und Drogen, um sich von seinem doch so langweiligen Leben abzulenken. Eines Tages taucht völlig überraschend seine elfjährige Tochter Cleo (Elle Fanning) auf, deren Mutter früherer eine Beziehung zu Johnny hatte. Der Schaupieler soll sich für eine gewisse Zeit um seine junge Tochter kümmern.

Die Nähe zu seiner Tochter bringt Johnny dazu, sich Gedanken über sein Leben zu machen. Sein bisher ziemlich leeres Leben erfährt nun endlich etwas Ehrliches. Aber was wird geschehen, wenn Cleo wieder abreisen muss?

Somewhere – Gewinner beim Filmfestival Venedig

Die Jury, deren Präsident Regisseur Quentin Tarantino ist, stimmte einhellig für Coppolas Tragikomödie. „Dieser Film hat uns von der ersten Szene an verzaubert, ist zu einer Passion geworden. Und auch wenn wir dann vielleicht über einen anderen Film gesprochen haben, sind wir auf diesen Film zurückgekommen.”, sagte Tarantino über die Entscheidung der Jury.

Coppola hatte sich bereits mit Filmen wie The Virgin Suicides und Marie Antoinette einen Namen gemacht. Beim Filmfestival in Venedig setzte sie sich gegen insgesamt 23 Konkurrenten durch. Unter ihnen war auch der deutsche Regisseur Tom Tykwer.

Der Film läuft seit dem 11. November 2010 in den deutschen Kinos.