Wie sagt man so schön, man soll die Party verlassen, wenn es am Schönsten ist und selbst Star Wars hat gezeigt, dass nach dem dritten Teil der Zauber vorbei ist, warum das Saw-Team die längste Horrorfilm-Soap der Welt kreieren will, ist daher ein Rätsel.

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Die Geschichte geht dort weiter, wo sie aufgehört hat, Dan Erickson (Mark Rolston) übernimmt die Ermittlung zu Peter Strahm’s Tod und seiner Hinterlassenschaft als angeblicher Jigsaw Mörder. Zudem muss er erfahren, dass Lindsey Perez noch am Leben ist und damit in seine Ermittlungen eingreifen könnte. Aber Jigsaw’s Witwe Jill Tuck hat anscheinend auch noch ein Wörtchen mit zu sprechen.
Es ist sehr schwierig, im Saw-Universum mit zu halten, wenn man die anderen fünf Filme nicht kurz vorher schnell noch einmal angeguckt hat, zuviele Twists, überraschende Wendungen, die sich in den vorherigen Filmen nicht ankündigten und eigentlich auch etwas unlogisch sind und viel zu viele Charaktere machen die einstmals originelle Story zu einem verwirrenden und unausgegorenen TV-Thriller, der längst nicht mehr ins Kino gehört.
Einzig die Spezial Effekte sind weiterhin überzeugend, aber nur dafür zwei Stunden lang verwirrt vor der Kinoleinwand zu sitzen ist vielleicht etwas zuviel.
Für beinharte Fans ist es wahrscheinlich immer noch ein Spaß, vor allem, wenn man sich mit der Story auskennt, alle anderen sollten es sich zweimal überlegen, da das Team – anstatt eine abgeschlossene Geschichte zu erzählen – versucht, die komplizierteste Filmreihe der Welt zu kreieren.
Ab dem 3.12. können sich Saw-Fans begeistern lassen, der Rest schaut lieber guten kompakten Horror a la “Paranormal Activities”.