Ist es eigentlich notwendig, dass Filme mit Angelina Jolie irgendeinen Plot, Dialoge oder Soundtrack haben? Der Presserummel um die Schauspielerin dürfte doch genug sein, um jeden noch so sinnentleerten Film mit ihr zu verkaufen.

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Evelyn Salt (Jolie) ist eine Geheimagentin, die ohne eigenes Verschulden unter Verdacht des Verrats gerät. Aus Angst um das Leben ihres Mannes und ihre eigene Sicherheit taucht sie notgedrungen unter, um ihren Namen rein zu waschen, denn die CIA geht tatsächlich davon aus, dass Evelyn eine Schläferin des KGB ist.
Eigentlich war die Hauptrolle für Tom Cruise vorgesehen, als der nicht wollte, wurde die Hauptfigur umgehend auf eine Frau, genauer, auf Angelina Jolie umgeschrieben, denn dass ihr Actionrollen gut stehen, wissen wir nicht erst seit “Tomb Raider”.
Die doch sehr geheim gehaltene Produktion hat die Presse zu Hochtouren aufgeheizt, eigentlich ein Anzeichen dafür, dass Kritiker mehr als harsch an ihre Reviews heran gehen würden, aber wider Erwarten hat “Salt” mit seiner überzogenen Story überzeugt. Ein Mangel an anstrengenden Spezialeffekten und Actionthriller-Klischees die sehr viel Eigenironie mit sich tragen, haben den Film zu einem seichten aber sehr wohl unterhaltsamen Blockbuster gemacht.
Zudem war es an der Zeit, dass es mal wieder eine weibliche Actionheldin auf die Leinwand schafft.
Natürlich dürften Schauspieltalente a la Liev Schreiber und August Diehl (als Evelyns Ehemann) sehr wohl dabei geholfen haben, die absurde Story in einen Kinospaß zu verwandeln.
Wer also in den vergangenen Monaten einen rasanten Thriller mit Selbstironie und guten Darstellern vermisst hat, sollte sich ab dem 19.8. unbedingt ins Kino begeben.

Regie: Phillip Noyce
Drehbuch: Kurt Wimmer, Brian Helgeland
Darsteller: Angelina Jolie, Liev Schreiber, August Diehl
Musik: James Newton Howard