Nicht, dass es diese Art Film schon mal gegeben hätte, aber warum müssen die jungen Nachwuchsstars eigentlich immer Countrypop anstelle von Rock singen, wenn sie sich dann beweisen?

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Wir schreiben die 80er Jahre, Drew Boley arbeitet in einer Bar und verliebt sich Hals über Kopf in die junge Sherrie, die frisch in der Großstadt angekommen nach den Sternen greifen will.
Als ein paar böse Investoren den Bürgermeister überreden wollen, die Stadt in eine spießige Vorzeigemetropole zu wandeln und die dunklen Ecken zu beseitigen, weiß sich der Barbesitzer nur noch mit ein paar Rockshows zu helfen, um sie zu retten.

Rock of Ages: Vom Broadway auf die Kinoleinwand

Der Film basiert auf einem Musical, das dafür bekannt ist, dass die Schauspieler auf der Bühne sich selbst nicht ganz so ernst nehmen und gerne auch mal das Publikum ansprechen. Mit den klassischen Hits der 80er (Hairmetal!) auf seifiges Musical Niveau herunter geschrubbt klingt der Soundtrack ein wenig wie eine gigantische Glee-Episode.
Natürlich darf man sich auf einen überzogenen Tom Cruise als Megastar Stacee Jaxx freuen (haben wir Cruise eigentlich schon mal singen hören? Nun, spätestens ab „Rock of Ages” werden wir das) und genau Cruise dürfte auch derjenige sein, der das seicht dahin treibende Liebespaar Drew und Sherrie davon abhält, den gesamten Film in rosa Banalitäten zu kippen, wobei die Story – wenn sie sich dicht am Musical hält – etwas bissiger sein wird, als man vom Trailer erwarten könnte, man darf “Rock of Ages” also eine Chance geben.

Man kann nur hoffen, dass der Film selbst so übertrieben albern wie das Musical ist, denn ansonsten können ein paar Coversongs legendärer Rockhits und die ach so verrückte 80er Garderobe sicher nicht die Tatsache verstecken, dass Filme wie „Rock Star”, „The Roadie” und Co langsam etwas langweilig werden. Wenn man schon über die 80er witzelt, kann man die Klischees doch gerne mal mit etwas mehr Biss verpacken und die klebrige Teen-Romanze ignorieren, oder ist das zuviel verlangt?

Nun ja, zumindest wird man sich sicher auf einen Haufen an Cameos erfreuen können, alleine dafür sollte man also die Augen offen halten.

Ab dem 14.6. im Kino.

Regie: Adam Shankman
Drehbuch: Chris D’Arienzo, Allan Loeb, Justin Theroux
Darsteller: Tom Cruise, Julianne Hough, Diego Boneta, Russell Brand
Musik: 80er Hair Metal Bands