Ja, der Ruhm im Filmgeschäft ist flüchtig. Anfang des Jahrtausends gelangen dem Briten mit “Bube, Dame, König, grAs” und Snatch zwei Überraschungserfolge, danach kam nicht mehr viel. Nun beschreitet er mit “Rock ‘n Rolla” wieder alte Wege.

Ganz im bewährten Stile widmet sich der Ex-Ehemann von Madonna, das einzige Thema, mit dem er in den Medien die letzten Jahre präsent war, wieder der Londoner Ganovenwelt.

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Am 19. März startet hierzulande der neue “Kult-Film” von Regisseur Guy Ritchie. Die seichte Story ist schnell erzählt.

Die Kleinganoven One Two (Gerard Butler), Mumbles (Idris Elba) und der schöne Bob (Tom Hardy) haben schwere Probleme. Nach einem geplatzten Immobiliendeal stehen sie mit zwei Millionen Pfund beim Unterweltboss Lenny Cole (Tom Wilkinson) in der Kreide.

Nun ist schnelles Geld alles, was noch helfen kann. Also lassen sich die drei mit der Buchhalterin Stella (Thandie Newton) ein, die ihren Boss um sieben Millionen Schmiergeld erleichtern will. Natürlich geht alles schief und das Chaos beginnt.

Guy Ritchie eifert hier mal wieder seinem Idol Quentin Tarantino nach. Nur fehlt es ihm einfach an dessen Genie. Der Film wirkt wie ein unausgegorener Neuaufguss seiner alten “Hits”, die nicht wenige ebenfalls für grenzenlos überschätzt halten. Da hilft es auch nicht, wenn Ritchie das Publikum mit zahlreichen Slow-Motions der überaus ansehnlichen Thandie Newton und lärmender Rockmusik verwöhnt.

Der “neue” Ritchie ist nach seinen grandiosen Flops “Stürmische Liebe” und “Revolver” zwar ein netter Schritt in Richtung alter Stärke, aber mehr wohl nicht.

Fürs Popcorn-Kino mag es reichen, aber der Kracher des Jahres wird es sicher nicht.