Repo Man

Eigentlich sollte der SciFi-Actionthriller Repossession Mambo heißen, glücklicherweise hat jemand in der Produktion vorher bemerkt, dass das ein ziemlich alberner Name gewesen wäre.

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Remy (Jude Law) arbeitet zusammen mit seinem Partner Jake (Forrest Whitaker) für die Firma The Union, die künstlich gezüchtete Organe vertreiben. Der Preis ist hoch, um Wartelisten in Krankenhäusern zu umgehen und wenn man nicht zahlen kann, liegt es an Remy und Jake, sich die Organe zurück zu holen.
Als sich Remy auf Wunsch seiner Frau aus dem Beruf zurück ziehen will, bleibt ihm nur noch ein Auftrag zu erledigen, der jedoch mit fatalen Konsequenzen endet. Wer den Musical-Film “Repo!The Genetic Opera” kennt, wird mehr als nur einige Ähnlichkeiten in Plot, Charakteren und sogar Dialogzeilen finden, denn merkwürdigerweise waren die Universal Studios zwar von der Idee begeistert, kamen aber mit dem Musical-Aspekt nicht klar, so dass Erfinder Darren Lynn Bousman schlussendlich bei Lion’s Gate landete.
Dass die Universal Studios nicht zwei Jahre später einen Repo-Film ohne Songs veröffentlicht, ist da wohl kein Zufall.
Der Film selbst hat zwar eine interessante Synopsis, krankt jedoch an der Ausführung, die besonders blutig und actionreich ist und darüber hinaus – wie so oft – ihren satirischen Charakter verliert.
Das Gesundheitswesen und die kapitalistische Beugung der Menschenrechte zu Gunsten des Profits spielen zwar immer wieder an in “Repo Men”, verlieren sich jedoch in ausschweifenden Actionszenen, die immer wieder mit viel Gore serviert werden.
Wer hart im Nehmen ist, kann sich ab dem 3.6.2010 ins Kino begeben und die Sozialkritik im Schlachtfest suchen.

Regie: Miguel Sapochnik
Drehbuch: Eric Garcia, Garrett Lerner
Darsteller: Jude Law, Forrest Whitaker, Liev Schreiber, Alice Braga
Musik:Marco Beltrami