Da werden wir Film Geeks doch tatsächlich verwöhnt, erst Toy Story 3 zum Liebhaben und jetzt ein Film Referenzen um sich werfender Spaß mit großartiger Animation und wirklicher Liebe zum Detail.

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Ein Chamäleon (gesprochen von Johnny Depp) wird in seinem Terrarium während einer Autofahrt von Bord geworfen und muss sich in der Nevada Wüste zurecht finden. Als er in eine herunter gekommene Westernstadt kommt, in der sich alles um die Beschaffung von Wasser dreht, sieht er die Gelegenheit, sich neu zu erfinden und als Rango zum Helden zu avancieren und einen Helden hat die Stadt Dirt auch wirklich nötig.

Bereits in den ersten 10 Minuten darf man aufgeregt vor sich hin kichern, denn in einem kleinen, bezaubernden Monolog etabliert Johnny Depp den großartigen Charakter des verwirrten Rangos. Im Verlauf des Filmes wird ein Western Feeling vermittelt, dass sich an die schönsten Klassiker hält und damit unendlich viele Referenzen beinhaltet (Sogar ein kleiner, aber feiner Augenwink an “Angst und Schrecken in Las Vegas” streut sich für ein paar Sekunden ein).
Die Animation ist umwerfend und so liebevoll gemacht, dass man immer wieder beeindruckt ist, wie realistisch die Echsen, Ratten, Schlangen und anderen Nagetiere der Stadt zum Leben erwecket werden.
Die Special Effects Company Industrial Light & Magic hat damit ihren ersten animierten Film heraus gegeben und sich damit als ernster Teilnehmer des Genres vorgestellt. Aber für das Team, das unter Anderem für die Spezialeffekte von Star Wars, Zurück in die Zukunft, Indiana Jones, Star Trek und Men in Black verantwortlich war, dürfte man auch nichts anderes erwartet haben.
Rango ist humorvoll, rasant und teilweise etwas derbe, weshalb man Kinder unter 12 Jahren wohl eher nicht mit ins Kino nehmen sollte, alle anderen dürften aber ihre wahre Freude daran haben, denn selten hat es einen Zeichentrick gegeben, der eine unschuldige und (erstaunlicherweise) blutlose Westernschlacht mit viel Witz und Fantasie bietet und gleichzeitig die größten Filmnerds begeistern kann.

Seit dem 3.3.2011 im Kino.

Regie: Gore Verbinski
Drehbuch: John Logan
Darsteller: Johnny Depp, Isla Fisher, Bill Nighy, Abigail Breslin
Musik: Hans Zimmer