In der Welt der Animationskunst gibt es derzeit wohl niemanden, der so zauberhafte Filme kreiert wie Hayao Miyazaki.

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Das neuste Werk aus den Ghibli Studios heißt “Ponyo” und taucht tief in die mystische Unterwasser Welt ein.
“Ponyo” erzählt die Geschichte einer Meerjungfrau, die sich in den Jungen Sosuke verliebt, aber von ihrem Vater gezwungen wird, zurück ins Meer zu kehren. Fest entschlossen, ihre Liebe nicht zu verlassen, nutzt sie heimlich die Magie ihres Vaters, allerdings mit bösen Folgen.
“Ponyo” ist im Gegensatz zu “Chihiros Reise ins Zauberland”, “Prinzessin Mononoke” und “Das wandelnde Schloß” wieder eine Rückkehr zu den etwas simpler gehaltenen Kinderfilmen, was natürlich nicht heißt, dass man es nicht als Erwachsener genießen kann, denn alleine die Bilderkompositionen in Verbindung mit dem Soundtrack sind umwerfend.
Was die Kunst von Miyazaki ausmacht, zeigt sich darin, wieviele Szenen fast ohne Dialog auskommen, so dass man sich einfach nur von den farbenfrohen, fantasievollen Bildern beeindrucken lassen kann.
Wie schon in den anderen Werken bringt “Ponyo” viel der japanischen Mythenwelt auf die Leinwand und verbindet die reale Wasserwelt mit den fantastischen Kreaturen der Sagengeschichten.
In Japan erntete der Film jedoch auch einige Kritik, da Miyazaki vorgeworfen wurde, die Handlung des Filmes zu sehr zu dramatisieren und dass eben dieser Schritt das Ende der berühmten Ghibli Filme bedeutete.
Sicherlich hat die enge Zusammenarbeit mit amerikanischen Filmstudios die Arbeit von Miyazaki beeinflusst, aber “Ponyo” ist immer noch weit vom Standart entfernt und zeichnet sich durch Kreativität und den gewissen Zauber aus, den nur die Ghibli Studios kreieren können.
Ab dem 8.10.2009 im Kino.