Andrew Curries “Fido” (2006)

Fido ist die perfekte Hilfskraft im Haushalt: Er mäht den Rasen, wäscht das Auto, bringt den Müll raus, deckt den Tisch; er spielt sogar mit den Kleinen. Aber: Fido ist tot. Beziehungsweise untot, da sind sich die Verantwortlichen von “Zomcon”, der Organisation, die in Andrew Curries origineller Satire “Fido” aus wiederauferstandenen Leichen willenlose Arbeiter macht, selbst nicht so sicher.

“Fido” spielt in einer fiktiven 50er-Jahre-Welt und knüpft an Romeros “Nacht der lebenden Toten” an. Ok, letzterer ist von 1968, sieht aber, ehrlich gesagt, älter aus. Im Prolog des Films ist von den Zombiekriegen die Rede – und brechen die nicht am Ende der “Nacht …” an? Freilich, in “Fido” nehmen diese Kriege einen für die Menschheit (die lebendige) besseren Ausgang als in Romeros Zombiefilmen: Kriegsveteranen haben Trophäen (Köpfe) ihrer schönsten Abschüsse im Wohnzimmer, und die Kinder lernen in der Grundschule, wie man einen eloquenten Kopfschuss hinkriegt.

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Curries Satire ist nicht in jeder Hinsicht gelungen, aber die Grundidee – “Zombie” trifft “Pleasantville” – macht Spaß. Zumal “Matrix”-Heroine Carrie-Ann Moss als bornierte Hausfrau ein paar wirklich komische Auftritte hat; etwa, als sie mit dem Untoten tanzt, nachdem ihr Mann sie verschmäht hat, oder wenn sie mal eben ein paar Zombiekinder abknallen geht. Einen Revolver trägt sie natürlich jederzeit in ihrer adretten Handtasche mit sich.

Leider entwickelt der Film keine sonderlich spannende Handlung; alles plätschert so vor sich hin. Gesplattert wird recht verhalten, aber das passt gut zur perfekten 50er-Optik, bei der blutigere Szenen ohnehin merkwürdig wirken würden. Von Regisseur Currie, der sich mit Horrorkomödien schon ein paar Sporen verdient hat, darf man noch mehr erwarten.