Das Original ist ein Klassiker unter den B-Movies, das mit einer guten Idee und viel Selbstironie noch heute unterhält. Ob das Remake bei soviel Kult mithalten kann?

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Jake (Steven R. McQueen) ist ein typischer Loser, der von seinen Mitschülern gemobbt wird und auch bei den Frauen keinen großen Schlag hat. Das ändert sich anscheinend schlagartig, als er sich während des Spring Break auf einem Girls gone Wild Boot mit diversen heißen Schnecken wieder findet. Schlecht nur, dass in den Gewässern ein paar fiese, mutierte Piranhas hausen. Noch schlechter, dass Jake eigentlich seine beiden Geschwister babysitten sollte und die heimlich Fischen gefahren sind…
“Piranha 3D” bedient sich aller Klischees, die ein Horrorfilm bedienen muss; Brüste, Gore und Schauspieler, die genau wissen, dass sie hier keinen Shakespear spielen, sondern amüsante Stereotype. Besonders Jerry O’Connell hat sichtlich Spaß in seiner Rolle als Erwachsenen-Regisseur und macht die Szenen mit dem ernüchternd langweiligen Jake erträglich.
Insgesamt ist das Remake vielleicht nicht besser als das Original, aber visuell annehmbar und auch als Zeitvertreib keine schlechte Idee, denn im Gegensatz zu diversen anderen Remakes wurde hier nicht versucht, etwas völlig Neues zu erfinden, sondern den Klassiker mit neuer Technik aufleben zu lassen.
Außerdem sind es die Cameos von Stars wie Richard Dreyfuss und einem gut aufgelegte Christopher Lloyd allemal wert, sich das Gorefest an zu tun.

Ab dem 14.10.2010 im Kino.

Regie: Alexandre Aja
Drehbuch: Pete Goldfinger, Josh Stolberg, Alexandre Aja, Grégory Levasseur
Darsteller: Elisabeth Shue, Adam Scott, Jerry O’Connell, Ving Rhames, Richard Dreyfuss, Christopher Lloyd
Musik: Michael Wandmacher