Die große Stärke eines Überraschungshits liegt in, nun, der Überraschung. Was kann ein Sequel zum Low Budget-Erfolgsfilm Paranormal Activity Neues bieten?

Warnung an alle, die Paranormal Activity nicht kennen: Details zum Ausgang des Gruselthrillers von 2009 folgen.

Paranormal Activity 2 verspricht uns mehr Details zum Schicksal von Katie und Micah, den Protagonisten des ersten Teils. Hat Micah überlebt oder wurde er von seiner Dämonenliebsten getötet? Wer ist der Dämon und woher kommt er? Und findet ein verfluchtes Haus wie das der beiden problemlos neue Mieter oder gar Käufer?

Es wäre unfair, einen Film zu kritisieren, der erst in einer guten Woche in den amerikanischen Kinos anläuft (Deutscher Kinostart: 4. November 2010). Vielleicht gelingt dem Streifen tatsächlich das Unerwartete und die Versprechen der Marketingabteilung von Paramount, dass uns wieder wohlige Schocks und Thrills gepaart mit überraschenden Erkenntnissen erwarten, wird erfüllt.

Bis dahin erinnern wir uns mit Schaudern an das letzte Sequel zu einem Reality Doku-Horrorfilm: Blair Witch Project 2: Das Buch der Schatten, dessen schlechte Schauspieler, miserable Dialoge und nerviger Soundtrack einen ganz anderen Gruseleffekt erzeugten als von den Machern beabsichtigt. Bleibt zu hoffen, dass uns beim einem möglichen Erfolg von Paranormal Activity 2 zumindest eine Endlosfolge an Sequels ähnlich denen der Saw-Reihe erspart bleibt. Denn genau wie Jigsaw und seine niemals endenden Quälerein sollte man gute Ideen manchmal auch den Weg alles Irdischen gehen lassen und sie nicht in der Endlosschleife billiger Horrorfetzen langsam zu Tode foltern.