Low-Budget Horrorfilme sind nicht immer langweilige Streifen mit schlechten Special Effects, sondern oftmals innovative Filme, die gruseliger sind, als die konkurrierenden Hochglanzproduktionen.

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Katie (Katie Featherstone) und Micah (Micah Sloat) leben seit einiger Zeit zusammen und es häufen sich merkwürdige Ereignisse in ihrem Haus. Als Katie Micah gesteht, dass sie seit ihrer Kindheit von einer Art Geist heimgesucht wird, besorgt er sich eine Videokamera, um das Treiben auf Band auf zu nehmen und einen Beweis zu haben. Was Anfangs als technische Spielerei beginnt, nimmt bald beängstigende Ausmaße an.
Die Low-Budget Produktion folgt in gewisser Weise den Fußstapfen von “Blair Witch Project”, daher sieht der Zuschauer nur das, was die Kamera aufnimmt. Gerade einmal 11000$ hat der Film gekostet, eine Summe die bei großen Produktionen nicht einmal annähernd das Catering abdeckt.
Katie und Micah liefern erstaunlich überzeugende Performances ab, etwas, das man bei Independent-Horrorfilmen eher selten zu sehen bekommt und deshalb dauert es nicht lange, bis man sich mit den Protagonisten und ihren Problemen identifiziert.
Der Film protzt nicht mit Effekten, weshalb man genau hinsehen muss, um nichts zu verpassen, aber besonders diese minimalistischen Vorkommnisse und die Erzählungen von Katie’s Kindheitserinnerungen kreieren ein gruseliges Erlebnis, das man in Zeiten der Torture-Horrorfilme willkommen heißt.
Anstatt mit Blut und Gore zu überzeugen spielt sich das Grauen im Kopf ab und bleibt dort lange nachdem der Film zu Ende ist und man mit brennenden Lampen schweißgebadet im Bett wach liegt.
Man kann nur hoffen, dass “Paranormal Activities” den Trend zu subtilem Horror zurück bringt.
Ab dem 19.11. kann man sich die Low Budget Produktion mit großer Wirkung im Kino ansehen.