Noch ist das gute Kinojahr 2012 nicht mal halb herum, schon gibt es tolle Nachrichten für 2013. Sam Raimi und Disney machen sich an eine Uminterpretation vom „Zauberer von Oz”, die sich auf den Zauberer konzentriert.

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Er ist eine der interessantesten und auch symbolträchtigsten Figuren im gesamten Roman, wenn man es genau betrachtet, der große Blender, der Zauberer von Oz, eine ominöse Märchengestalt, die für jeden anders erscheint und am Ende nicht mehr als ein Betrüger ist. Kritik an monotheistischen Religionen, Politikern oder doch den eigenen Erwartungen an externe Kräfte, die einem das Leben erleichtern sollen?

Oz: The Great and Powerful

„Oz: The Great and Powerful” behandelt das Leben von Oscar Diggs (gespielt von James Franco), der aus seinem ordinären und nicht gerade moralisch einwandfreien Leben im langweiligen Kansas plötzlich in einer glitzernden Zauberwelt landet und dessen Bewohner von heute auf morgen mit Tricks davon überzeugt, dass er ein würdiger Herrscher ist. Doch drei Hexen (gespielt von Mila Kunis, Rachel Weisz und Michelle Williams) sehen das etwas anders.

Als Prequel gedacht, soll „Oz: The Great and Powerful” die Vorgeschichte des berühmten L. Frank Baum Romans erzählen, den „Wicked” Fans dürfte diese Nachricht erst einmal die Suppe versalzen, immerhin wartet man auf die Verfilmung des Musical Prequels schon mehr als lange, aber ob sich das Projekt wirklich mit einem thematisch völlig anderem Prequel messen will? Entweder, sie werden wie im Schneewittchen Fall diesen Jahres beide gegeneinander antreten (was vorzuziehen wäre) oder man muss noch ein paar Jahre auf Wicked im Kino warten.  So oder so, “Oz” hat das Potential zu einem vielerwartesten Kinostarts 2013.

Hoffentlich kein kernloser Burton Abklatsch

Das Budget wurde auf 200 Millionen Dollar gesetzt, ähnlich viel hat auch „Alice im Wunderland” gekostet, das auch von der 3D Technik her Vorbild sein soll, hoffentlich nicht – wie in Burtons Zuckerwatten Film – zum Nachteil der Story, aber Regisseur Sam Raimi kann man sicher etwas mehr Feingefühl zugestehen als dem zugegeben doch sehr schwerhändigem Burton.
Gerade beim Cast darf man sich freuen, zwar schmerzt es, dass Robert Downey Jr. Besseres zu tun hatte und deshalb nicht als Hauptrolle fungieren konnte, aber dafür ist es umso besser, dass Johnny Depp eben nicht wie befürchtet einsprang, denn mal ehrlich, den exzentrischen Charakter eines Fantasy Films sieht man schon oft genug in Burtons Filmen mit Depp besetzt. Da ist es sehr viel angenehmer, dass Franco langsam aber sicher Hauptrollen in Blockbustern erhält.

Regie: Sam Raimi
Drehbuch: Mitchell Kapner, David Lindsay-Abaire
Darsteller: James Franco, Mila Kunis, Michelle Williams, Rachel Weisz, Zach Braff
Musik: Danny Elfman